Mirco's Reiseblog


Momentan in China

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Über die längste Meeres-Brücke der Welt...

Viele Geschäftspartner meines Arbeitgebers befinden sich nördlich von Ningbo, oft in Shanghai aber auch in Suzhou. Daher kommt es, dass ich sie jeden Monat mehrmals mit dem Auto überquere. So auch wieder diese Woche auf dem Weg zu einen Kunden in Suzhou. Ja man kann sagen, sie ist zu einem Teil der Normalität hier in der Provinz Zhejiang geworden. Die "Hangzhou Bay Bridge"!



Die imposante Brücke ist 36km (!) lang und überspannt die Qiantangjiang-Mündung, eine Meeresbucht des Pazifiks nordwestlich von Ningbo. Die Brücke ist nicht nur als Bauwerk beeindruckend, sondern hat auch zuvor getrennte Wirtschaftsräume nördlich und südlich der Qiantangjiang-Mündung zusammengeführt. Als goldenes Wirtschaftsdreieck wird der Ballungsraum Shanghai, Hangzhou und Ningbo seither oft bezeichnet. Alleine in dieser Region leben über 100 Millionen Menschen. Auf der Karte kann man den großen Vorteil, welchen die Brücke bietet gut erkennen.



Früher musste jede Autofahrt von Ningbo in die besagte Region über Hangzhou erfolgen. Seit die Brücke im Juni 2008 eröffnet wurde, spart man 200km und damit ca. 2,5 Fahrstunden ein. Ich war 2006 erstmals in Ningbo und kann mich noch lebhaft an die Zeiten ohne Brücke erinnern, umso mehr schätze ich ihren enormen Vorteil seither bei jeder Fahrt in diese Richtung.





Ihre Pylone ragen bis zu 80 Meter in die Höhe, ihre Tragestelzen ebenso tief in den Meeresgrund. Durchschnittlich liegen die in beide Richtungen dreispurig verlaufenden Fahrbahnen 62 Meter über der Meeresoberfläche, wodurch auch große Containerschiffe neuester Generation die Brücke unterqueren können. Die erlaubte Höchstgeschwindigkeit für einen PKW liegt bei 100 Stundenkilometern und wird zu 100% per Radarüberwachung kontrolliert. Jeden Tag benutzen im Durchschnitt 50.000 Fahrzeuge die Brücke. Die Bauzeit betrug 5 Jahre und die Kosten beliefen sich bei über einer Milliarde Euro. Unvorteilhafter Weise steht die Brücke direkt in einem Erdbebengebiet und auch Wirbelstürme (Taifun) gehen hier in unregelmäßigen Abständen an Land. Die gewählte S-Form verleiht der Brücke die benötigte Stabilität, zudem verringert sie das Risiko von einschlafenden Kraftfahrern während der Überfahrt. Die im Abstand von 5km wechselnden Farben der Brückengeländer simulieren einen Regenbogen. Somit zeigt sich die Brücke während einer Überfahrt in sieben verschiedenen Farben, diese geben dem Bauwerk einen zusätzlichen optischen Effekt.





In der Mitte der Brücke befindet sich eine Raststätte, mit einem Aussichtsturm. Von diesem kann an Tagen mit klarer Sicht die komplette Brücke überblickt werden. Diese Tage sind leider mehr als selten. An beiden Enden der Brücke befinden sich Industriegebiete, welche mit ihren rauchenden Schornsteinen die Sicht negativ beeinträchtigen. Zudem sorgt der vom Meer aufsteigende Nebel oft für unklare Luft. Extra nach China zu fliegen um die Brücke in voller Länge zu sehen, wird sich somit vermutlich nicht rentieren. Da es auf der Brücke strengstens verboten ist anzuhalten, ist es sehr schwierig gute Fotos zu machen. Trotzdem in diesem Eintrag ein paar Bilder vom Auto aus geknipst bei halbwegs guten Sichtverhältnissen. ;-)







5.4.16 03:46


Leben in Ningbo...

Da diese Woche keine außergewöhnlichen Aktivitäten anstanden, ist es Zeit etwas mehr über Ningbo zu berichten, meinen momentanen Lebensmittelpunkt. Trotz seiner Größe und wirtschaftlichen Bedeutung, ist Ningbo für viele Menschen in Deutschland ziemlich unbekannt. Dies kommt vermutlich daher, dass sie in China gerademal zu den mittelgroßen Städten zählt, wohlgemerkt bei acht Millionen Einwohnern. Wenn man in den Medien etwas über China hört, fallen zumeist Städtenamen wie Peking, Schanghai oder Hong Kong. Derweil befindet sich in China z.B. mit Chonqing (30 Mio Einwohner), die größte Stadt der Welt, aber hier sitzt eben keine Regierung und auch nur sehr wenige internationale Firmen. Mit Sicherheit kann ich sagen, Ningbo und auch weitere noch relativ unbekannte Städte in China sind durchaus einen Besuch wert. Obwohl Ningbo inzwischen eine sehr moderne Stadt geworden ist, kann man hier trotzdem, das chinesische Alltagsleben gut beobachten.





Tradition und Moderne, in Ningbo ganz dicht beisammen.





Ich wohne im Stadtteil Jiandong und damit direkt im Stadtzentrum von Ningbo. Die Wohnung befindet sich irgendwo in der Mitte des höheren Gebäudes im Bild.



Identischer Blick auf Ningbo City, bei Tag und bei Nacht.





In direkter Nähe meiner Wohnung befindet sich der „Tianyi Square“, sozusagen der Marktplatz von Ningbo. Hier gibt es unzählige Einkaufsmöglichketen, Cafés und Restaurants aus aller Welt. Zudem ist der Platz berühmt für seine Wasserspiele, es sollen angeblich die größten Asiens sein.



Das Nachtleben von Ningbo findet hauptsächlich in Lao Wai Tan (übersetzt bedeutet es Ausländerviertel) statt. Es reihen sich über hundert Bars und auch Diskotheken aneinander. Bei guten Wetter und dies haben wir häufig in Ningbo, kann man auch wunderbar im freien Sitzen.



Der Stadtteil Beilun liegt direkt am Meer (Pazifik). Dort positioniert ist auch der zweitgrößte Frachthafen Chinas (nur Shanghai ist etwas größer). Hier befindet sich logischerweise auch das riesengroße Industriegebiet von Ningbo, tausende an Firmen sind hier ansässig, aus nahezu allen Ländern der Erde. Auch ich fahre täglich nach Beilun, zu meiner Arbeitsstätte. Der Verkehr ist nicht mit deutschen Verhältnissen vergleichbar, wir würden die Fahrweise der Chinesen umgangssprachlich als „Vogelwild“ bezeichnen. Hier gilt noch das Recht des Stärkeren. Zudem ist Geduld ein absolutes Fremdwort in China und dies wirkt sich im Straßenverkehr nicht gerade positiv aus. Wenn Chinesen nicht gerade am Steuer sitzen, sind sie durchaus ein friedliches und freundliches Volk. ;-)



Die Menschen in Ningbo sind unwahrscheinlich hilfsbereit und gastfreundlich. In diesen Bereichen habe ich die letzten Jahre sehr viel lernen dürfen. Einziges Problem, es gibt einfach unglaublich viele Chinesen, genauer gesagt ca. 1,4 Milliarden. So herrscht in Ningbo, wie nahezu überall in China, oft ein ziemliches Gedränge und ein überdurchschnittliches Maß an Lautstärke. Inzwischen habe ich mich an diese Umstände zumindest etwas gewöhnt. Allerdings ist man doch froh, sich ab und zu in seine Wohnung zurückziehen zu können. :-)
10.4.16 13:09


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