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Taifun - Jährlich steigt das Wasser...

Die Ostküste Chinas wird jedes Jahr von Wirbelstürmen heimgesucht. In Asien nennt man diese - Taifun. Die Zeit von Juli bis Oktober wird von vielen Einheimischen mit großer Ehrfurcht erwartet. Folglich befinden wir uns aktuell mitten in der Hauptsaison. Ich habe bislang zwei sogenannte Volltreffer erlebt. Volltreffer bedeutet, der Taifun geht mit seiner vollen Wucht direkt in Ningbo an Land. Trotz einschlägiger Warnungen im Voraus, sind die Schäden allermeist von beträchtlichem Ausmaß. Ein Taifun bewegt sich zumeist mit hoher Geschwindigkeit vorwärts, trotzdem kann es stundenlang dauern bis er über die Stadt hinweggefegt ist. Umherfliegende Gegenstände wie Verkehrsschilder, entwurzelte Bäume, abgeknickte Laternen oder was sonst noch so durch die Gegend fliegen kann, würden jeden Aufenthalt an der frischen Luft zu einem lebensgefährlichen Unterfangen machen. Die allergrößte Gefahr geht allerdings vom Strom aus. Aufgrund der vielen un­pro­fes­si­o­nell verlegten elektrischen Leitungen, herrscht bei Hochwasser eine akute Gefährdung durch Stromschlag. Im Falle eines Volltreffers, wird Alarmstufe "Rot" in Verbindung mit einem strikten Ausgehverbot ausgerufen. Man deckt sich also mit Nahrung ein, klebt ordnungsgemäß seine Fenster ab und bleibt Zuhause sitzen bis es vorbei ist. Zuletzt geschehen, in Ningbo im September 2015, für volle zwei Tage. Zuhause sitzen bleiben funktioniert natürlich nur solange, wie das Eigenheim nicht unter Wasser steht...



Letzte Woche ist der Taifun „Meranti" im 800km südlich von Ningbo gelegenen Xiamen an Land gegangen. Ein in Xiamen lebender Freund, hat mir erschreckende Bilder der Verwüstung gesendet. Die Bilder nach einem großen Taifun, könnten auch aus einem Kriegsgebiet stammen…



Die daraus entstehenden Ausläufer, stellen für einige Stadtteile Ningbo's ebenfalls ein enormes Problem dar. Die Erleichterung darüber, dass der Taifun diesmal vorbeigezogen ist, wehrte somit nur kurz. Das Übel kommt erst im Nachhinein zum Vorschein. Der viele Regen drückt den Wasserspiegel der Flüsse nach oben. Was enorme Überschwemmungen zur Folge hat, auch weit vom Zentrum des Taifuns entfernt. Ningbo, trifft es mit seinen vielen Flüssen im Stadtgebiet meist besonders hart.



Leider erwischt es auch hier in erster Linie die ärmere Bevölkerung. Ihre Häuser stehen teilweise meterhoch unter Wasser...



Vor allem die Zerstörung von Läden und Geschäften tut den Leuten besonderes weh. Hier ist oft das komplette Kapital der ganzen Familie investiert. Eine Versicherung gibt für solche Ereignisse in China nicht und könnte sich aufgrund des Beitragssatzes auch niemand leisten.





In diesen Gebieten ist die Infrastruktur meist desolat. Die uralte Kanalisation ist völlig überfordert beziehungsweise überhaupt nicht vorhanden.



Trotzdem sind die Menschen oft noch positiv gestimmt. Mitunter, kann man auch etwas lustigere Bilder knipsen...





Die Einstellung wie die Bewohner damit umgehen ist wirklich bewundernswert. Letztes Wochenende habe ich per Fahrrad eines der betroffenen Gebiete erkundet. Ich hatte dabei relativ gut lachen, mein Wohnzimmer ist ja auch nicht vollgelaufen... :-(

22.9.16 06:21
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


padernosder (22.9.16 08:43)
Hallo Mirco,

interessante Details, die Du mitteilst. Und ich denke wieder, wie schön, daß wir hier in "gemäßigten Breiten" leben. Es ist ein hartes Los, gerade für die ärmere Bevölkerung, nach jedem "Volltreffer" wieder neu anfangen zu müssen.


(22.9.16 21:48)
...die Urgewalten, ob Wasser oder Sturm, lassen mich erschautern, das spür ich schon, wenn gewaltig, aber friedlich, z.B. 2 Flüsse ineinander münden - und solch Urgewalt potenziert dann bei Wetterkatastrophe erleben müssen - bin bisher auch verschont geblieben... ich denke aber, dass Menschen, die jährlich damit konfrontiert sind, auch wirklich einen anderen Bezug zum Leben haben (bekommen) - "genieße die Stunde und denk nicht schon an morgen"... - vlt. es das, was die Menschen auch im Unglück "beisammen" hält...

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