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Meine Erfahrungen im Königreich Kambodscha (28.09.2014 – 03.10.2014)

Es beruht vor allem auf zwei Gründen, weshalb ich diesen Reisebericht nachträglich zum Besten gebe. Ich wurde bereits von mehreren Personen darauf angesprochen, zudem habe ich zeitnah keinerlei Pläne für eine erneute Reise ins Königreich. Ich bin nicht oft der Ansicht, dass ein einziger Besuch in einem Land ausreichend ist. Kambodscha ist diesbezüglich eher eine Ausnahme. Nichtsdestotrotz war mein Besuch eine tolle Erfahrung. Ich machte mich also im September 2014 auf den Weg nach Kambodscha. Die Karte gibt etwas Aufschluss zur geografischen Lage.



Phnom Penh, die Hauptstadt am Mekong, ist nicht gerade für seine beispiellose Schönheit berühmt. Falls es einem einigermaßen gelingt, sich trotz enormer Hitze, ohrenbetäubenden Lärm und großflächigen Chaos auf die Stadt einzulassen, kann man doch einige nette Flecken entdecken. ;-) Dazu zählt unteranderem der Königspalast...



...oder auch die große Stupa - Wat Phnom, hier im Hintergrund zu sehen. Das Bild ist aus einem schön angelegten Park geknipst. :-)



Die Promenade am Tonle Sap, einem Zufluss des Mekong, ist in Phnom Penh unter dem Namen „Riverside" bekannt. Dieser Bereich eignet sich prima für einen Spaziergang. Aufgrund der vorherrschenden Hitze, vorzugsweise morgens oder während der Abendstunden.



Ich buchte mir eine Bootsfahrt durchs Mekong Delta nach Siem Reap. Das war eine super Idee, auch wenn meine geliebten Schuhe (Crocs) während der Fahrt über Bord gingen...:-)



Das Boot schippert an eindrucksvollen Landschaften vorbei...



...dazu werden zahlreiche schwimmende Siedlungen passiert. Es ist gut was los, auf den Gewässern, rundum den Mekong.



Nach sechsstündiger Fahrt erreichten wir die Kleinstadt Siem Reap.



Sehr schnell wurde mir klar, hier herrscht eine angenehmere Atmosphäre als in Phnom Penh. Alles geht gemütlicher zu und obendrein ist es viel grüner. Man fühlt sich rundum wohl in Siem Reap. :-)



Der triftigste Grund um nach Kambodscha zu reisen, ist sicherlich Angkor Wat. Es lohnt sich tatsächlich nur deshalb hierher zu kommen.



Die Ruinen, der uralten Tempelanlage, haben eine einzigartige Ausstrahlung.



Die antike Anlage liegt nur 20km von Siem Reap entfernt und ist bequem per Bus oder Tuk-Tuk erreichbar.



Besonders am frühen Morgen, ergeben sich großartige Fotomotive.



Die Mentalität des Landes, ist größtenteils buddhistisch geprägt. Vielerorts begegnen einem Mönche und Tempel findet man in allen Variationen vor.



Noch ein Wort zum kulinarischen Teil. Ich habe, entgegen allgemeiner Vorurteile, in Kambodscha hervorragend gegessen. Vor allem die große Auswahl an verschiedenen Fleischspießen, hatte es mir besonders angetan. :-)



Der Bericht soll nicht über die Probleme des Landes hinwegtäuschen. Die Straßen und Märkte von Phnom Penh spiegeln die landesweite Armut gut wieder.



Das Land zählt zu den ärmsten in Asien und leidet bis heute an den Nachwirkungen des Vietnamkrieges, welcher einst auf Kambodscha übergegriffen hat. Danach erfolgte die katastrophale Herrscherepoche, der barbarischen Roten Khmer. Ich habe bewusst darauf verzichtet mir die „Killing Fields" anzusehen, also die Felder auf denen von 1975 bis 1979 unzählige Menschen mit Knüppeln erschlagen wurden, um keine Munition zu verschwenden. Wer über die Geschichte des Landes mehr erfahren möchte, kann sich im Internet dazu schlau machen. Wie gesagt, für einen kurzen Abstecher, z.B. in Verbindung mit einer Reise nach Thailand oder Vietnam, kann ich Kambodscha durchaus empfehlen. :-)
13.6.17 03:11
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


padernosder (13.6.17 04:08)
Hallo Mirco,

es gibt wohl in jedem Land und in jeder großen Stadt auch "Ecken", die sehenswert sind und Angkor Wat ist ja recht bekannt.

Das Du in so einem armen Land auch leckere Fleischspieße genießen konntest, ist etwas überraschend, zumindest für mich, da ich bisher keinerlei positiven "Eindrücke" von Kambodscha hatte. Du weist ja ausführlich auf die Grausamkeiten der "Roten Khmer" hin.

Bleibt zu hoffen, daß solche Länder, ähnlich wie Südkorea, irgendwann zu etwas Wohlstand für die meisten Bürger kommen. Auch der Tourismus kann da viel beitragen.

Schöne Grüße nach Ningbo!


Marie / Website (13.6.17 21:06)
Guten Abend Mirco ;-)

ich meine schon erzählt bekommen zu haben, das der süd-westliche Teil Kambodschas, welcher an Thailand grenzt, richtig schön sein soll und das dieser Teil auch fleißig bereist wird. Ich kann dazu leider aus eigener Erfahrung nicht viel beitragen. Der östliche Teil dieser Welt, ist mir selbst noch fremd.

Dein Bericht ist wieder sehr interessant und mit Kambodscha selbst assoziiere ich auch viel Armut und Leid.
Ich glaube den kulinarischen Teil kann man durchaus trotzdem genießen, denn die Menschen dort leben ja davon. Und ich finde schon, dass es durchaus wichtig ist, auch dort etwas zu kaufen, denn genauso werden die Menschen dort unterstützt. Durch Zurückhaltung und Scham gibt man keinerlei Unterstützung. Somit finde ich es durchaus richtig, dass Du da gemütlich gegessen hast. Die Menschen dort freut es doch, wenn sie etwas verkaufen können. Davon leben sie mitunder.

Die Promenade hat mich auf den ersten Blick irgendwie in gewisser Weise an Santa Monica erinnert. Fehlen nur noch die Inliner und los geht es. ;-)

Ja, der Markt spiegelt ziemlich genau die Situation wieder.

Viele Grüße, Marie

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