Mirco's Reiseblog


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Yiyang und bleibende Eindrücke vom Landleben in Hunan (28.01.2018 – 01.02.2018)

Direkt von Tokio flog ich über Shanghai nach Changsha, der Provinzhauptstadt von Hunan. Von dort ging’s erstmal per Auto ins zwei Stunden entfernte Yiyang, wo ich etwas übermüdet ankam. Zum extremen Kulturschock, kamen sehr kühle Temperaturen hinzu. Trotz herrlichen Sonnenscheins war es bitterkalt in Hunan. So fing ich mir prompt eine Erkältung ein. Diese hielt mich aber nicht davon ab, zuerst das Umland von Yiyang zu erkunden und später auch die Stadt selbst. In den Dörfern im Landesinneren von China, befinden wir uns mal wieder in einer ganz anderen Welt. Nicht zu vergleichen mit dem Leben in den großen Metropolen. Es geht schon damit los, dass es keine Heizung gibt. Glühende Kohlen unter den Tischen, sorgen zumindest für warme Füße. :-)



Ich mag es durch die Siedlungen zu gehen und das alltägliche Tun der Menschen zu beobachten. Die Bilder mögen auf manche etwas schockierend wirken, aber so ist es nun mal, das wirkliche Leben in China. Zufälligerweise stieß ich dazu, als öffentlich ein Jungbulle auf traditionelle Weise geschlachtet wurde. Durch einen kräftigen Hieb, mittels eines Vorschlaghammers, auf den Kopf wird das Tier zumindest etwas betäubt, bevor man den Kopf abtrennt und es ausbluten lässt.



Anschließend wird das Fleisch an die Anwohner verkauft. Zehn Euro fürs Kilo finde ich gar nicht so günstig. ;-)



Es geht hier zumeist ums reine Überleben, fast überall dreht es sich um die tägliche Nahrung. Nahezu vor jedem Haus, wird irgendwas geschlachtet...



...oder anderweitig Delikatessen zubereitet.



Eine Spezialität in Hunan ist eingeräuchertes Fleisch, egal von welchem Tier. Dieser Raum wird sowohl zum Aufwärmen am Lagerfeuer genutzt, wie auch als Kochstelle und nebenbei wird über einen längeren Zeitraum auch darüber hängendes Fleisch geräuchert. Wie meine Kleidung gerochen hat, nachdem ich nur wenige Minuten darin zugebracht habe, kann man sich vorstellen. ;-)



Was er nicht selbst züchtet kauft der Chinese vom Land am liebsten auf dem Dorfmarkt. Ob frischen Fisch...



...oder ein paar Bisamratten. Diese sind übrigens in kleinster Weise vergleichbar mit gewöhnlichen Ratten. Bisamratten fressen vegetarisch und dabei auch nur die Leckerbissen. Deshalb ist ihr Fleisch sehr zart und von hoher Qualität, sagen zumindest die Chinesen. Ich selbst habe es noch nicht probiert, werde mich aber irgendwann daran versuchen. ;-)



Ich weiß nicht welche Rasse es war, aber sicherlich kein Schoßhündchen. :-)



Aber feiern können die Menschen und dies üblicherweise in großer Gesellschaft. Bei Hochzeiten oder runden Geburtstagen wird die Straße rund ums Haus der betroffenen Familie hübsch geschmückt. Auf den roten Bändern sind die Namen der geladenen Gäste vermerkt, sozusagen im Wind wehende Gästelisten.



Dazu muss es im China bei jeder Feier fürchterlich laut sein. Früher wurde noch mit echten China-Böllern geknallt, aber die unwahrscheinliche Rauchentwicklung hat die Chinesen doch irgendwann zur Vernunft gebracht. Aber ganz ohne geht es scheinbar nicht und deshalb bestellt man heutzutage ein mobiles Böller-Gefährt. Mit Hilfe von Gasflaschen wird im Sekundentakt ohrenbetäubend geknallt und dies mehrere Stunden lang. Eine echte Qual für jedes mitteleuropäische Durchschnittsohr, wie ich sicherlich eines habe. ;-)



Im Stadtzentrum von Yiyang finden sich solche Dinge nicht mehr. Die bezirksfreie Stadt am Zi Shui Fluss hat immerhin über vier Millionen Einwohner. Hier ist bereits der westliche Stil auf dem Vormarsch. Ich besuchte den hübsch angelegten Olympiapark...



...natürlich fanden in Yiyang noch keine Olympischen Spiele statt, sondern es wird hier den erfolgreichen Olympioniken aus der Hunan Provinz gedacht.



Das Highlight von Yiyang‘s Sehenswürdigkeiten ist der Bailu Tempel…



…die leicht mit Schnee bedeckten Dächer der Prachtbauten gaben tolle Fotomotive ab.



Die heilige Stätte ist Buddha geweiht und dafür einmalig dekoriert.



Der Bergtempel wurde während der Tang Dynastie (618 - 907 n.Chr.) erbaut und ist somit weit über 1000 Jahre alt. Es war spannend durch sein mächtiges Areal zu schlendern.



Anschließend machte ich mich auf den Weg zurück nach Changsha, dort schaute ich mir eine ganz besondere Örtlichkeit an. Dieser widme ich demnächst einen eigenen Eintrag. :-)
12.2.18 06:41
 


bisher 4 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(12.2.18 06:55)
merry-n
Das ist wieder einmalig ein hochinteressanter Spaziergang durch eine mir völlig unbekannte Welt. Das ist auch das erste Mal, dass ich wirklich einen toten Hund an einem Verkaufsstand gesehen habe. Man neigt ja dazu, solche Informationen eher ins Reich der Mythen und Sagen einzureihen.
Am schönsten finde ich das Foto vom Treppenaufgang im Tempel: stairways to heaven!


Marie / Website (13.2.18 23:32)
Lieber Mirco,

es fasziniert mich doch immer noch aufs Neue, welche verborgenen Eckchen dieser Welt Du besuchst oder ausfindig machst.

Dein aktueller Bericht ist interessant zum einen, aber es beschleicht mich auch ein etwas bedrückendes Gefühl.

Ich glaube, nachdem ich mir Deinen Reisebericht und Deine Erfahrungen daraus, mehrmals angesehen habe, bin ich mir einmal mehr deutlich bewusst, wie gut es mir oder "uns" im allgemeinen doch geht. Das sollten wir doch noch viel öfters zu schätzen wissen. Auch wenn das natürlich in unserem täglichen Wahnsinn, in "unserer" Normalität immer mal verloren geht.

Gerade was die Essensgewohnheiten in anderen Kontinenten, Ländern oder auch nur einzelnen Gebietsabschnitten angeht, da gibt es wohl (jetzt kommt mal wieder mein Lieblingssatz zu Deinen Berichten) nichts, was es nicht gibt. ;-)

Ich habe vor einigen Jahren in Afrika gelebt und erlebt, dass der alltägliche Kampf um Nahrung zum Tageshauptbestandteil der Bevölkerung oder "Stämme" gehörte, allerdings wurde da nicht alles gejagt und dann gegessen. ;-) Da gab es eben auch mal tagelang Getreidebrei. Das Exotischste, was ich wohl jemals gegessen habe, war Tarantel. Hört sich sicher auch eklig an, war es aber gar nicht. Ich denke, ich würde es wieder versuchen.

........


Marie / Website (13.2.18 23:33)
.........

In Asien ist es doch durchaus nochmal anders. Und Hund würde ich wohl niemals essen. Ganz sicher nicht. Da hätte ich schon ethische Probleme damit. Bisamratte.....hmm.....erstmal wohl nicht, ich finde die ziemlich niedlich. ;-) Aber möglich wäre es wohl evtl. doch.

Mein eigenes Hauptkriterium in meinem Leben war immer: "mit minimalsten Mitteln, dass Maximum zu erreichen" Hat oft geklappt, ist eine Ansichtssache und bedarf natürlich auch einer gewissen Lebensführung. Klappt aber auch nicht immer. Aber genau das, spiegeln Deine Bilder in diesem Bericht wieder. Diese Menschen, in diesem Ort, den eigentlich wohl kaum einer kennt, erreichen mit ihrem Minimalismus das Maximum. Und das beeindruckt mich enorm. Die Schlachtmethoden sind natürlich für empfindliche Mitteleuropäer wohl eher ein "no go". Aber anders geht es dort eben nicht und somit ist es absolut zu akzeptieren.

Die Kälte dort lässt sich fast spüren und wie einfach ist es doch für uns, einfach die Heizung aufzudrehen oder den Kamin anzuheizen.

Faszination auf der ganzen Linie, mal sehen, was Du in Changsha noch entdeckt hast. ;-)

Pass immer gut bei Deinen Abenteuerreisen auf Dich auf! So ganz ungefährlich scheinen Deine Entdeckungsreisen wohl nicht zu sein.

Liebe Grüße, Marie


padernosder (18.2.18 12:08)
Hallo Mirco,

ich finde gerade die ersten Fotos sehr interessant. Tiere schlachten, naja, das kennt man von früher, aber so ein "halber Hund" ist schon beeindruckend und die Bisams fotografierte ich noch vor Kurzem, ohne daran zu denken, wie sie wohl schmecken könnten. ;-)

Zur Zeit versuche ich ja, mich ein wenig in einen Südkoreaner hineinzuversetzen, was mir nicht gelingt, denn diese freundlichen Leute sollen auch große "Schluck-Spechte" sein. ;-)

Toller Beitrag, mir fehlt nur ein Foto, auf dem Du mit Freude und Lust in einen Hunde-Schlegel beißt!


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