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Kritisches

Deutsche in der Fremde - Korrekturbedürftig ;-)

Diese Woche gibt's eine etwas andere Art von Bericht. Ausnahmsweise hat er nicht sehr viel mit Reisen an sich, China oder irgendwas dergleichen zu tun. Ich möchte etwas loswerden was mir schon länger aufgefallen ist und dieser Eindruck verstärkt sich zunehmend.

So mancher deutscher Tourist benimmt sich im Ausland schlichtweg unmöglich!

Natürlich nicht allesamt, aber doch im Durchschnitt eine auffallend große Anzahl. Ich bin etwas schockiert, wie viele Reisende sich vorab nicht im Geringsten über ihr Reiseziel informieren! Man sieht Dinge, die mag man kaum glauben. Eine deutsche Touristin versuchte ohne Kopfbedeckung das Flughafengebäude im Iran zu verlassen. Sie wundert sich, dass sie vom Sicherheitspersonal dazu verdonnert wird sich umgehend eine Kopfbedeckung anzulegen. Ein Reisender in Nordkorea wollte seinen Reisebegleiter unbedingt eine DVD mit einem Hollywood-Film schenken. Wie sehr er den Reisbegleiter damit in Schwierigkeiten bringen kann, war ihm nicht Ansatzweise bewusst. Kaum in Thailand angekommen, hört man sie rufen, "Lieber Himmel, hier ist es aber heiß, ich muss mir erst mal eine kurze Hose kaufen". Anschließend laufen sie in den ersten Tempel hinein, natürlich mit Schuhe! Ein deutscher Besucher in China wörtlich, "Die essen hier ja mit Stäbchen, ich dachte das sind nur die Vietnamesen und wieso nehmen die eigentlich meine Euro nicht"...und so weiter und so weiter.



Anfänglich konnte ich noch darüber schmunzeln, aber inzwischen geht es mehr in eine Art von Fremdschämen über. Deshalb lege ich jeden ans Herz, sich zumindest grob über das anvisierte Reiseland zu informieren. Es vermeidet peinliche und auch gefährliche Situationen von vornherein. Gefährlich wäre zum Beispiel aus Unwissenheit bei Nacht an der falschen U-Bahn-Station in einem berüchtigten Stadtteil von New York auszusteigen. Ich mache sicherlich auch sehr viel falsch und lerne noch immer jeden Tag dazu. Aber gewisse Grundregeln sollten doch annähernd bekannt sein, bevor man irgendwo einreist. :-)



Zudem finde ich, dass die „Deutschen“ (also wiederum nicht alle) ein bisschen eingebildet und überheblich sind. Mir kommt es so vor, als ob sich hier ein Negativtrend entwickelt. Viele gehen davon aus, in ihrer Muttersprache mit den Einwohnern kommunizieren zu können. Umgekehrt gefragt, wie viele Deutsche können sich auf Spanisch oder gar auf Chinesisch artikulieren? Wenn wir ehrlich sind, ist es für einen Großteil schon eine immense Herausforderung sich halbwegs auf Englisch zu verständigen. Auch neigen wir „Deutsche“ schnell dazu die Geduld zu verlieren. Vor allem wenn es etwas wilder zugeht und nicht ganz so nach Plan läuft. Wenn wir schnell improvisieren müssen und es anders kommt als wir es uns vorher ausgedacht haben. Manchmal ist es halt etwas unübersichtlich, wie hier in Neu Delhi der Hauptstadt von Indien.:-)



Natürlich gibt es bei einer mehrwöchigen Asien-Rundreise ein paar mehr Dinge zu beachten, als bei einem Strandurlaub in Italien. Zusammenfassend meine ich, ein wenig mehr Anpassungswille und Bescheidenheit würde das Bild der „Deutschen" im Ausland deutlich verbessern. Auch bin ich sicher, dass die Leser meines Blogs nicht unter die hier beschriebene Kategorie fallen. :-)

16.11.16 05:16


Taifun - Jährlich steigt das Wasser...

Die Ostküste Chinas wird jedes Jahr von Wirbelstürmen heimgesucht. In Asien nennt man diese - Taifun. Die Zeit von Juli bis Oktober wird von vielen Einheimischen mit großer Ehrfurcht erwartet. Folglich befinden wir uns aktuell mitten in der Hauptsaison. Ich habe bislang zwei sogenannte Volltreffer erlebt. Volltreffer bedeutet, der Taifun geht mit seiner vollen Wucht direkt in Ningbo an Land. Trotz einschlägiger Warnungen im Voraus, sind die Schäden allermeist von beträchtlichem Ausmaß. Ein Taifun bewegt sich zumeist mit hoher Geschwindigkeit vorwärts, trotzdem kann es stundenlang dauern bis er über die Stadt hinweggefegt ist. Umherfliegende Gegenstände wie Verkehrsschilder, entwurzelte Bäume, abgeknickte Laternen oder was sonst noch so durch die Gegend fliegen kann, würden jeden Aufenthalt an der frischen Luft zu einem lebensgefährlichen Unterfangen machen. Die allergrößte Gefahr geht allerdings vom Strom aus. Aufgrund der vielen un­pro­fes­si­o­nell verlegten elektrischen Leitungen, herrscht bei Hochwasser eine akute Gefährdung durch Stromschlag. Im Falle eines Volltreffers, wird Alarmstufe "Rot" in Verbindung mit einem strikten Ausgehverbot ausgerufen. Man deckt sich also mit Nahrung ein, klebt ordnungsgemäß seine Fenster ab und bleibt Zuhause sitzen bis es vorbei ist. Zuletzt geschehen, in Ningbo im September 2015, für volle zwei Tage. Zuhause sitzen bleiben funktioniert natürlich nur solange, wie das Eigenheim nicht unter Wasser steht...



Letzte Woche ist der Taifun „Meranti" im 800km südlich von Ningbo gelegenen Xiamen an Land gegangen. Ein in Xiamen lebender Freund, hat mir erschreckende Bilder der Verwüstung gesendet. Die Bilder nach einem großen Taifun, könnten auch aus einem Kriegsgebiet stammen…



Die daraus entstehenden Ausläufer, stellen für einige Stadtteile Ningbo's ebenfalls ein enormes Problem dar. Die Erleichterung darüber, dass der Taifun diesmal vorbeigezogen ist, wehrte somit nur kurz. Das Übel kommt erst im Nachhinein zum Vorschein. Der viele Regen drückt den Wasserspiegel der Flüsse nach oben. Was enorme Überschwemmungen zur Folge hat, auch weit vom Zentrum des Taifuns entfernt. Ningbo, trifft es mit seinen vielen Flüssen im Stadtgebiet meist besonders hart.



Leider erwischt es auch hier in erster Linie die ärmere Bevölkerung. Ihre Häuser stehen teilweise meterhoch unter Wasser...



Vor allem die Zerstörung von Läden und Geschäften tut den Leuten besonderes weh. Hier ist oft das komplette Kapital der ganzen Familie investiert. Eine Versicherung gibt für solche Ereignisse in China nicht und könnte sich aufgrund des Beitragssatzes auch niemand leisten.





In diesen Gebieten ist die Infrastruktur meist desolat. Die uralte Kanalisation ist völlig überfordert beziehungsweise überhaupt nicht vorhanden.



Trotzdem sind die Menschen oft noch positiv gestimmt. Mitunter, kann man auch etwas lustigere Bilder knipsen...





Die Einstellung wie die Bewohner damit umgehen ist wirklich bewundernswert. Letztes Wochenende habe ich per Fahrrad eines der betroffenen Gebiete erkundet. Ich hatte dabei relativ gut lachen, mein Wohnzimmer ist ja auch nicht vollgelaufen... :-(

22.9.16 06:21


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