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Jiangsu-CN

Nanjing - Eindrücke aus der ehemaligen Hauptstadt Chinas (15.02.2018 - 18.02.2018)

Ich war zum ersten Mal überhaupt zu Gast in Nanjing. Der Anfahrtsweg führt in nordwestliche Richtung. Ausnahmsweise legte ich die fünf Stunden dauernde Fahrt von Ningbo per Auto zurück.



Nanjing ist heute Provinzhauptstadt von Jiangsu, bis 1949 war es die Hauptstadt Chinas und wurde bekanntermaßen von Beijing abgelöst. Die Stadt hat einiges zu bieten, Wetter war zwar etwas frisch, aber für eine Städtereise durchaus gut geeignet. Los ging es an der berühmten Stadtmauer...



... sie wurde von 1366 bis 1386 unter der Herrschaft des ersten Ming-Kaiser errichtet und gilt als längste erhaltene Stadtmauer der Welt. Heutzutage lässt es sich herrlich auf ihr entlang spazieren. :-)



Das imposante Zonghua-Tor stellt den südlichen Eingang der Stadtmauer dar.



Alle Steine dieses mächtigen Bauwerks sind 45cm lang, 20cm breit und etwa 10cm hoch. Sie haben ein Gewicht von 17,5kg. Ihre Herstellung war vor über 3000 Jahren eine große Herausforderung. Jeder Stein ist mit dem Namen des Handwerkers und auch von demjenigen der ihn geprüft hat markiert. Die Konstruktion besteht aus drei Bollwerken, durch die jeweils ein Torbogen führt...



...im Inneren der Bollwerke befanden sich früher Nahrung, Waffen und auch Unterkünfte für Soldaten.



Weiter zog es mich ins Viertel rundum den Konfuzius Tempel. Wie man sieht, bin nicht nur ich während der chinesischen Neujahrsfeiertage hierhergekommen. ;-)



Trotz der vielen Menschen war es schön am Qin Huai Fluss entlang zu schlendern. Zudem lassen sich dort wunderbare Bilder schießen.



Im Konfuzius Tempel selbst hat es mir ebenfalls sehr gut gefallen.



Der große Lehrmeister verbrachte einen Teil seines Lebens in Nanjing, auch deshalb wurde ihm dieser Tempel im Jahre 1034 geweiht.



Die Kultstätte ist unter dem Namen Fuzimiao im ganzen Land und darüber hinaus berühmt.



Mein Anstoß die Stadt zu besuchen, war das Mahnmal zum Massaker von Nanjing. Die zahlreichen Besucher werden dort mit einer imposanten Gedenkmauer empfangen...



...an deren Ende eine Friedensglocke positioniert ist.



Am 13. Dezember 1937 begann das siebenwöchige Martyrium bei dem japanische Truppen auf grausamste Art und Weise mordeten, vergewaltigten und plünderten. Beim Massaker in Nanjing kamen laut chinesischen Angaben 300000 Menschen zu Tode.



Es sind auf einem großzügigen Areal die historischen Ereignisse gut aufbereitet, wenn auch von chinesischer Seite, vermutlich nicht immer ganz neutral dargestellt. Hier ist ein freigelegtes Massengrab zu sehen.



Erst vor kurzem besuchte ich Hiroshima und habe gelernt, welches unfassbare Leid das japanische Volk ertragen musste. Hier jedoch habe ich detailliert erfahren, dass auch Japan eine dunkle Vergangenheit hat. Ich finde es sehr schade, dass dieses Vorkommnis in der westlichen Welt lediglich als Randthema auftaucht. Ich kann jetzt wesentlich besser nachvollziehen, warum ich hier in China häufig mit regelrechten Hassparolen gegen Japan konfrontiert werde. Es war ein lehrreicher und lohnender Besuch, an diesem Ort der Melancholie.



Der Jangtse ist der drittlängste Fluss auf Erden. Die Chinesen, sprechen seinen Namen immer und richtigerweise Jangtsekiang aus. Sein Weg quer durchs Land ist 6380km lang. In Nanjing hat er sein Ziel bereits fast erreicht, den Pazifik, in welchen er nördlich von Shanghai einfließt. Am Stadtrand wird er von der mächtigen Nanjing-Jangtse-Brücke überspannt.



Es ist immer wieder schön diesen mächtigen Strom zu sehen, auch wenn mich an meinem letzten Tag in der ehemaligen Hauptstadt, die Sonne dabei nicht begleiten wollte. Es war derart nasskalt, dass nicht einmal die Küstenwache aus ihrem Hausboot kommen wollte. ;-)



Anschließend trat ich die 430km lange Rückfahrt nach Ningbo an, wo ich aufgrund des chinesischen Neujahrsfestes noch ein paar weitere freie Tage genießen durfte. :-)))
26.2.18 01:46


Suzhou - Das Venedig Chinas (19.11.2016 - 20.11.2016)

Mein Ziel fürs Wochenende lautete also Suzhou. Die Großstadt, mit über 11 Millionen Einwohnern, liegt in der Provinz Jiangsu 250 Kilometer nordwestlich von Ningbo.



20 km außerhalb des Stadtgebietes von Suzhou befindet sich Tongli, ein zauberhaftes kleines Wasserdorf. Planmäßig nach einer dreistündigen Autofahrt wurde es als erstes Etappenziel erreicht.



Bei herrlichem Herbstwetter machte es großen Spaß durch die zahlreichen Gassen und Gärten zu schlendern.





Die historischen Gebäude sind hervorragend erhalten. Sie wurden teilweise bereits während der Song-Dynastie (960 - 1279) erbaut.



Man begegnet interessanten Menschen und Methoden. Hier wird eine Süßspeise auf altertümliche Weise hergestellt. Es handelt sich um ein Gemisch aus Ingwer und Zucker.



Nach einem mehrstündigen Aufenthalt ging es weiter in Richtung Innenstadt von Suzhou. Die Stadt ist aus kultureller Sicht eine echte Hochburg. Vor allem ihre vielen fantastischen Gärten sind weltweit ein Begriff. Ich habe mich für den „Zhuozheng Yuan" entschieden. Übersetzt bedeutet es „Der Garten der bescheidenen Beamten".



Der Garten ist ein architektonisches Meisterwerk. Er bringt die Schönheit der Natur mit der chinesischen Kultur in harmonischen Einklang.



Aufgrund seiner malerischen Schönheit und friedvollen Ruhe ist die erstaunlich große Anlage als Rückzugsort sehr beliebt. Die niedlichen Bonsai-Bäume findet man hier in allen Ausführungen. Sie werden von Experten bis zur Perfektion gepflegt.



Suzhou erfreut sich über einen sehr gut erhaltenen Stadtkern. Vor allem bei Nacht bieten die traditionellen Häuser entlang der "Shantang Road" ein wunderschönes Ambiente.





Der Stadtteil ist durchzogen von Kanälen. Suzhou wird deshalb auch „Venedig des Ostens" genannt.



Ein Abstecher zum „Huqiu Shan" rundete das Kulturprogramm ab. Hier thront auf dem „Tiger-Hügel" die beeindruckende und über tausend Jahre alte Yunyan Pagode. Sie ist übrigens höher als der berühmte schiefe Turm von Pisa, vermutlich aber nicht ganz so schief. ;-)



Aber auch der Park rundum die Pagode ist durchaus sehenswert. Die Herbstfarben vertiefen die Impressionen...



Zum Abschluss habe ich mir noch eine echte lokale Spezialität gegönnt. Der Mandarin-Fisch wird süßsauer zubereitet und schmeckt ausgezeichnet. Der Fisch hat keine Gräten, was die Sache nochmal angenehmer macht. Man findet ihn, in dieser Form, ausschließlich in den Gewässern rundum Suzhou.



Es war ein tolles Wochenende in einer mir bislang unbekannten Stadt. Ich habe von Suzhou einen hervorragenden Eindruck gewonnen und kann einen Aufenthalt dort jeden ans Herz legen. Die Stadt hat natürlich auch eine ausgeprägte moderne Seite. Für mich bislang weniger interessant, da sich diese nicht großartig von anderen Metropolen in China unterscheidet. Allerdings könnte sich dies bald ändern. Der „Suzhou Zhongnan Center“ befindet sich bereits im Bau, er wird nach seiner Fertigstellung im Jahre 2020 mit 729m das zweithöchste Gebäude der Welt sein.
23.11.16 04:10


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