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Hunan, China

Naturwunder Zhangjiajie und die Minderheitsdörfer von Hunan (28.07.16 - 07.08.16)

Vornweg gesagt, es war eine besonders interessante Reise. Deshalb ist der Bericht auch ziemlich lang geworden. ;-)
Da es von Ningbo keine direkte Verbindung gibt, fuhr ich nach Hangzhou und flog von dort zwei Stunden in die Provinz Hunan, direkt nach Zhangjiajie. Zhangjiajie wäre eine ganz normale chinesische Kleinstadt, ja wenn sich dort nicht diese prachtvollen Gebirgszüge rund um das Stadtgebiet erheben würden.



Am ersten Tag stand der Tianman-Mountain auf den Programm. Um seine Gipfel zu erreichen, steigt man in die längste Seilbahn der Welt, direkt im Zentrum von Zhangjiajie. Oben angekommen bieten sich einen diese fantastischen Aussichten...





Für einen dementsprechenden Adrenalin-Kick sorgen Brücken mit Glasböden, unter welchen es bis zu 400m in die Tiefe geht. Ich war froh als ich drüber war. :-)





Man benötigt einen kompletten Tag, um den Tianman-Berg zu erkunden und alle wichtigen Aussichtspunkte abzuklappern. Die Abfahrt mit dem Kleinbus erfolgte auf dieser halsbrecherischen Strecke. Ich habe es trotz zwischenzeitlicher Zweifel überlebt...



Am folgenden Tag erreichte ich nach kurzer Fahrt den ebenfalls zu Zhangjiajie gehörenden Stadtbezirk Wulingyuan.



Seine Berühmtheit erreichte Wulingyuan auch weil James Cameron, der berühmte Hollywood-Regisseur, sich hier inspirieren hat lassen und dadurch der Kinoklassiker "Avatar - Aufbruch nach Pandora" entstand.





Die bizarre Welt aus Bergen und Felsen, ist ein Naturwunder der ganz besonderen Art. Das Zusammenspiel der Farben ist überwältigend, ohne jede Frage...





Zwei wunderschöne Tage verbrachte ich in Wulingyuan. Dann ging es mit einer vierstündigen Busfahrt weiter in südlicher Richtung, nach Fenghuang.



Der Stadtkern von Fenghuang ist ein beliebtes Ziel chinesischer Touristen. Es besteht aus unzähligen traditionellen Gebäuden. Diese sind zumeist aus Holz und mehrere hundert Jahre alt.





Die Häuser sind sehr gut erhalten, Fenghuang gibt bei Tag und Nacht ein wunderschönes Bild ab.





Nach einer Übernachtung in Fenghuang, stand eine vier Stunden Fahrt nach Hongjiang an. Die Strecke führt entlang des Wushui-Flusses, schon während der Anfahrt konnte ich solch tolle Bilder schießen...



Spätestens jetzt war ich in den tiefsten Gefilden der chinesischen Provinz Hunan angekommen. Es ist somit noch ein echter Geheimtipp. Der Stadtkern von Hongjiang besteht aus uralten Häusern, in denen die Familien seit etwa 500 Jahren leben.



Die Einwohner sind überaus freundlich. Allerdings leben hier zumeist ältere Generationen, die Jugend zieht es leider aber verständlicher Weise in die Großstädte...



Interessant ist, dass hier nichts renoviert oder dekoriert wurde. Alles ist im Originalzustand und nichts geschönt. Anders als vorher in Fenghuang sind die Häuser hier mehrheitlich aus Stein gebaut. An den angeschwärzten Wänden lässt sich gut das enorme Alter der Häuser erahnen.





Von Hongjiang stand eigentlich eine lange 7-stündige Busfahrt in das Örtchen Wanjiacun an. Leider kam ich nur bis ins zwei Stunden entfernte Huaihua und musste dort übernachten. Huaihua ist ein Moloch mit fünf Millionen Einwohnern. Ich konnte dort nichts Schönes entdecken. Einzig meine Gastfamilie war äußerst nett und hat mich sogar mit lokalen Spezialitäten bekocht.



Am nächsten Morgen konnte ich die Reise fortsetzen und erreichte Wanjiacun. Hier erscheint es, als sei die Zeit komplett stehengeblieben. Nahezu alle der 500 Einwohner bestreiten ihren Lebensunterhalt mit Feldarbeit und Viehzucht.



Reisfelder - Soweit das Auge reicht...



...aber auch Bambus-Wälder findet man in der Umgebung zuhauf.



Der Ort liegt umgeben von Bergen, inmitten wunderschöner Natur und Stunden von der nächsten Stadt entfernt. Auch hier in Wanjiacun sticht einen die Architektur älterer Gebäude ins Auge. Teilweise sind die Häuser direkt in die Berghänge gebaut.





Hotels, Restaurants oder Bars sucht man vergeblich. Man muss sich hier privat, für kleines Geld, zur Verpflegung und Übernachtung einquartieren. Was aber bei den sehr freundlichen Dorfbewohnern überhaupt kein Problem darstellt. Trotz schwerer Verständigung und Platzmangel, kann man sich vor Angeboten kaum retten. Mehr als ein einigermaßen sauberes Bett, Reis mit Gemüse und etwas Fleisch (von welchem Tier auch immer) darf man natürlich nicht erwarten. ;-)



Nach zwei großartigen Tagen in Wanjiacun ging es nach Changsha. Das "normale Leben" hatte mich wieder. ;-) Über Changsha habe ich erst kürzlich einen Bericht geschrieben. Ich habe noch einen Tag in der pulsierenden Metropole genossen, bevor ich den Rückflug nach Ningbo antrat. Die Route wurde komplett per Bus zurückgelegt. Die Gesamtfahrzeit betrug 22 Stunden. Chinesische Busse sind soweit okay. Allerdings reduzieren spuckende, schnarchende und schreiende chinesische Fahrgäste den Spaß am Busfahren doch hin und wieder. ;-)



Die beschriebenen Dörfer Wulingyuan, Fenghuang, Hongjiang und Wangjiacun sind sogenannte Minderheitsdörfer. Dazu muss man wissen, die chinesische Bevölkerung besteht zu 92% aus Han-Chinesen. Der Rest teilt sich auf 55 verschiedene Minderheiten auf. Mit 8% reden wir immer noch von über 110 Millionen Menschen! In den bereisten Dörfern leben die Minderheiten Tujia, Rai und Miao gemischt mit Han-Chinesen. Es sind gerade die Siedlungen dieser ethnischen Minderheiten, mit ihren eigenen kulinarischen, sprachlichen und kulturellen Bräuchen die das Antlitz des riesigen Chinas enorm positiv beeinflussen. Es gibt in China durchaus auch Schwierigkeiten bezüglich der Minderheitsvölker, darüber werde ich demnächst einen eigenen Bericht verfassen.



Der 10-tägige Trip durch die Provinz Hunan erfordert schon etwas Reiseerfahrung. Zeitweise habe ich tagelang keinen Ausländer gesehen und auch niemanden getroffen, der annähernd Englisch spricht. Es war aber eine Tour gespickt mit Natur- und Kulturschätzen, dazu kommen sagenhafte Begegnungen mit Einheimischen.



Es war eine tolle Erfahrung und sicher nicht mein letzter Trip in eine entlegene Gegend Chinas. Gestern bin ich wieder gut in Ningbo angekommen und bereits morgen geht's weiter in die Mongolei. Dort war ich bislang noch nie, aber bald wissen wir mehr. ;-)
8.8.16 08:09


Changsha - Eine Stadt mit Erlebnisgarantie

Hier eine kurze Zusammenfassung meiner Eindrücke zur chinesischen Großstadt Changsha. Sie ist mit über acht Millionen Einwohnern, die größte Stadt der Provinz Hunan. Ich besuchte die zwei Flugstunden von Ningbo entfernt liegende Metropole bereits mehrfach und verbrachte dort einige interessante Tage.



Eine der Sehenswürdigkeiten, befindet sich auf einer Insel im Xiang-Fluss. Es handelt sich um eine ausgefallene Monumentalstatue, des jungen Mao Zedong. Sie ist 32m hoch und wurde aufwendig in Stein gemeißelt. Besonders macht diesen Ort die Lage, mitten im Fluss, abgerundet durch einen schönen Blick auf die Skyline von Changsha.





Hervorragend, gestaltet sich in Changsha die lokale Küche. Allerdings sollte man scharfes Essen gut vertragen. Zudem schadet es nicht eine gewisse Offenheit mitzubringen, um unbekannte Delikatessen zu probieren, welche man bislang, falls überhaupt nur im Fernseher gesehen hat. Schwarzer Tofu ist eine Spezialität in Changsha. Es gibt ihn an jeder Ecke, trotzdem sollte man sich aufgrund der großen Nachfrage auf etwas Wartezeit einstellen. Äußerst scharfes Hähnchen sowie würziger Fisch sind ebenfalls sehr beliebt in der pulsierenden Metropole.



Die besucherfreundlich angelegte Fußgängerzone, im Zentrum der Stadt, lädt zum Bummeln ein. Neben leckeren Garküchen und Restaurants, findet man hier auch kleine lokale Geschäfte, in welchen eingehend diskutiert und gefeilscht wird.





Insgesamt lässt sich sagen, neben seiner beeindruckenden Natur hat Hunan mit Changsha auch eine Großstadt von Weltformat. Mein nächster Trip ist für August 2016 bereits in Planung. Neben einer Abenteuer-Tour durch verschiedene Bergdörfer in Hunan, sollte die Zeit noch für einen Abstecher nach Changsha reichen.
22.6.16 08:58


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