Mirco's Reiseblog


Momentan in China

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„Tag der offenen Tür“ an einer chinesischen Schule, nur für mich!

Diese Woche nutzte ich die Gelegenheit eine Schule in Ningbo zu besuchen. Die Tochter eines Bekannten geht in die dritte Klasse der „Shao Lin Wu Xiao“ Schule, so konnte er mir diese interessante Stippvisite ermöglichen.





Der Schriftzug im Bild ist rückseitig an der einheitlichen Sportbekleidung angebracht.



Zwar gibt es in China, genau wie in Deutschland eine 9-jährige Schulpflicht. Allerdings weisen die Schulen hier extreme Qualitätsunterschiede aus. Die Schule ist frei wählbar und richtet sich danach inwieweit Eltern bereit sind in ihren Sprössling zu investieren. Die von mir besuchte Schule ist eher im günstigeren Bereich angesiedelt. Eltern haben hier 13.000 RMB (1.800€) für ein Schuljahr pro Kind zu entrichten. Dieser Betrag deckt die Lernmittel und Verpflegungskosten ab. Alle weiteren Kosten werden von der Regierung übernommen. Nahezu alle Schulen in China bieten auch Übernachtungsmöglichkeiten für die Kinder an. Bezahlen müssen alle den vollen Betrag, ohne Berücksichtigung inwieweit das Angebot zur Vollverpflegung in Anspruch genommen wird. Da oft beide Elternteile voll berufstätig sind, holen sie meistens ihre Kinder am Freitagnachmittag ab und bringen sie Sonntagabend wieder zurück. Aber auch übers Wochenende werden die verbliebenen Kinder durch verschiedene Spiel – und Unterhaltungsprogramme versorgt. Einer von mehreren Schlafräumen, ich musste erst auf ein Stockbett klettern um dieses Bild schießen zu können.



Das Schulsystem ist leider auch ein negatives Beispiel, dass in China mit ausreichend Geld alles nach Wunsch geregelt werden kann. Allerdings geht inzwischen jedes Kind in China zur Schule, was bis noch vor wenigen Jahren nicht selbstverständlich war. Das Land hat in naher Vergangenheit hierzu große Fortschritte gemacht.



Für die Kinder herrschen klare Regeln, genauste Beachtung wird bereits von Erstklässlern eingefordert. Essen, Duschen, Waschen, usw. alles hat seinen festen Zeit- bzw. Ablaufplan. Dies kommt auch vom bestehenden politischen System des sozialen Kommunismus. Alle einheitlich gekleidet, keine Bevorteilung eines Einzelnen. Erinnert teilweise etwas an die Bundeswehrzeit.





Insgesamt besuchen die „Shao Lin Wu Xiao“ über 1000 Schüler. Im Durchschnitt liegt die Anzahl bei 50 Schülern pro Klasse und damit deutlich höher als in Deutschland. Die Lehrer sind überzeugt, dass die Klassengröße keinen Einfluss auf den Lerneffekt hat. Es gilt hierzu wie überall in China die Meinung, umso mehr Leute zusammenkommen und mitreden, desto besser das Ergebnis. Wir Deutschen zweifeln diese Theorie bekanntermaßen stark an. ;-)



An Chinas Schulen wird viel Wert auf Sport gelegt. Jeden Tag haben die Kinder mindestens zwei Stunden Sportunterricht. Verschiedene Mannschaftssportarten und Yoga gehören genauso zum Programm, wie Selbstverteidigungssportarten.





Der landesweit identische Bildungsplan sieht den Großteil des Unterrichtstages für Chinesisch und Mathematik vor, mit einem Schwerpunkt auf der Vorbereitung für die Zulassungstests für die Mittelschule, Hochschule und Universität. Der restliche Unterricht bezieht sich nahezu ausschließlich auf die Geschichte Chinas. Insgesamt basiert die Art des Lernens mehr darauf Dinge komplett auswendig zu lernen, als diese inhaltlich zu verstehen. Als Fremdsprache erlernen die Kinder ebenfalls Englisch. Allerdings wird in China wesentlich mehr Gewichtung auf das Schreiben gelegt, anstatt auf gute Sprachkenntnisse. Dies beruht noch auf Zeiten in denen Auslandsreisen für Normalsterbliche unmöglich waren und man sich mit ausländischen Geschäftspartnern nur schreibend verständigen konnte. Es wandelt sich nur langsam, es gibt einfach (noch) nicht genug ausgebildete Englischlehrer. So wurde mir auch gleich eine Lehrertätigkeit angeboten, welche ich aber dankend abgelehnt habe.



Ich möchte mir kein Urteil erlauben, welches Schulsystem (BRD oder China) besser bzw. sinnvoller ist. Allerdings sieht es hier schon etwas anders aus, als wir es von deutschen Schulen gewohnt sind. Besonders klar wird einen die Tatsache, dass der Einzelne in China in allen Lebenslagen aufgrund der Menschenmasse weniger zählt als in der westlichen Welt. Natürlich war ich als ausländischer Besucher etwas Besonderes. So musste ich eine kleine Vorführung am Schwert geben. Naja, ich hab mich zumindest nicht verletzt und die Kinder fanden es ganz lustig. :-)

14.5.16 14:41


Besuch in Shaoshan - Geburtsort von Mao Zedong

Die Menschenmassen schubsen mich ohne Rücksicht auf Verluste hin und her. Die Sonne brennt gnadenlos auf mein Haupt. Kein schattiges Plätzchen weit und breit, geschweige denn ein Getränkestand. Ihr merkt schon mein Besuch des Geburtsortes von Mao Zedong war keine Vergnügungsfahrt. Ich machte den Fehler, dieses Reiseziel während der chinesischen Nationalfeiertage im Oktober 2015 anzusteuern. Ziemlich schnell begriff ich, außer mir hatten gefühlt noch eine Million Chinesen die gleiche Idee diesen sonnigen Ferientag zu verbringen. ;-)



Um Mao Zedong's Geburtsort, in der Provinz Hunan, von Ningbo aus erreichen zu können, flog ich zuerst zwei Stunden nach Changsha. Die riesige Metropole, ist die Provinzhauptstadt von Hunan. Nach einer Übernachtung ging es am nächsten Morgen per Zug zwei Stunden weiter in Richtung Südwesten bis nach Shaoshan. In der Karte ist die geografische Lage gut zu erkennen.



Die Stadt selbst hat 120.000 Einwohner und hätte nichts Außergewöhnliches zu bieten, ja wäre nicht gerade hier mit Mao Zedong einer der größten Früherer der Weltgeschichte geboren worden. Nach einem ausgiebigen Mittagessen, bezahlte ich meinen Eintritt von 100 RMB (12€) und betrat das großräumig angelegte Areal rund um das Geburtshaus von Mao. Sein Elternhaus wurde bis auf ein bisschen Farbe unverändert belassen. Hier wurde Mao Zedong am 26. Dezember 1893 als ältester Sohn einer Bauernfamilie geboren.



Ein paar Gehminuten weiter befindet sich eine standesgemäße Statue des ehemaligen Führers der Volksrepublik China (1943 - 1976).



Chinesische Flaggen soweit das Auge reicht, dürfen natürlich nicht fehlen...



Von Schulklassen, Reisegruppen aber auch als normaler Familienausflug wird Shaoshan von Millionen Chinesen jährlich angesteuert. Besonders hier erkennt man wie beliebt Mao Zhedong bei einem Großteil der chinesischen Bevölkerung immer noch ist. Jeder kann sich selbst über die Geschichte Chinas und über das Wirken von Mao Zedong informieren und sich seine Meinung bilden. Wie man auch immer darüber denkt, ein Abstecher nach Shaoshan während einer China-Reise lohnt sich auf jeden Fall. Ich habe den Bericht rückblickend geschrieben, da ich diesen Kurztrip als durchaus interessant empfunden habe.
27.5.16 01:04


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