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Xihulou - Ein bombastisches Restaurant in Changsha (03.02.2018)

Frau Qin Lingzhi, ist stolze Besitzerin, eines gigantischen Restaurants - Xihulou.
Das Lokal, eigentlich müsste es mehr als Großbetrieb bezeichnet werden, befindet sich in Changsha, der Hauptstadt der zentralchinesischen Provinz Hunan. Alleine ein Blick auf das Eingangstor deutet mehr auf einen Palast hin, wie auf ein Speiselokal. ;-)



Als ich so durch die schier endlosen Gänge des imposanten Areals schlenderte...



...hatte ich mehr das Gefühl mich bei einer Schlossbesichtigung zu befinden, als in einem Fresstempel.



Über 4000 Gästen wird Platz geboten, in unterschiedlichsten Räumen...



...mit verschiedenen Tischgrößen. Hier ein imponierender Drehtisch, wie man ihn selbst in China nur sehr selten findet. ;-)



Jeden Tag werden hier etwa 700 Hühner und 1300kg an Schweinefleisch verarbeitet. Über 1000 Mitarbeiter kümmern sich um das Wohlbefinden der Besucher. 300 Köche bereiten die Köstlichkeiten in fünf Küchen zu.



Es werden ausschließlich chinesische Spezialisten angeboten und jene vor allem aus den Provinzen Hunan und Guangdong. Alle Gebäude sind im chinesischen Stil gehalten...



...dazu sind die Prachtbauten von landestypischen Teichen umgeben, allerdings können diese hier schon eher als Seen bezeichnet werden. :-)



Das 2004 eröffnete Xihulou wurde als erstes „5-Sterne-Tourismus-Restaurant“ überhaupt ausgezeichnet. Es ist definitiv die größte Gastwirtschaft Asiens und gilt obendrein als eines der größten Restaurants weltweit. Während meines Besuchs traf eine Hochzeitsgesellschaft ein. Die über zweihundert Gäste fielen bei den unzähligen Räumlichkeiten kaum ins Gewicht. Das Brautauto allerdings, war mir durchaus einen Schnappschuss wert. ;-)



Danach ging’s für mich, nach einer insgesamt zehntägigen Reise, wieder zurück nach Ningbo. Allerdings standen ja die chinesischen Neujahrsfeiertage fast schon vor der Tür, welche sich natürlich ebenfalls für einen Kurztrip angeboten haben. ;-)
19.2.18 04:51


Nanjing - Eindrücke aus der ehemaligen Hauptstadt Chinas (15.02.2018 - 18.02.2018)

Ich war zum ersten Mal überhaupt zu Gast in Nanjing. Der Anfahrtsweg führt in nordwestliche Richtung. Ausnahmsweise legte ich die fünf Stunden dauernde Fahrt von Ningbo per Auto zurück.



Nanjing ist heute Provinzhauptstadt von Jiangsu, bis 1949 war es die Hauptstadt Chinas und wurde bekanntermaßen von Beijing abgelöst. Die Stadt hat einiges zu bieten, Wetter war zwar etwas frisch, aber für eine Städtereise durchaus gut geeignet. Los ging es an der berühmten Stadtmauer...



... sie wurde von 1366 bis 1386 unter der Herrschaft des ersten Ming-Kaiser errichtet und gilt als längste erhaltene Stadtmauer der Welt. Heutzutage lässt es sich herrlich auf ihr entlang spazieren. :-)



Das imposante Zonghua-Tor stellt den südlichen Eingang der Stadtmauer dar.



Alle Steine dieses mächtigen Bauwerks sind 45cm lang, 20cm breit und etwa 10cm hoch. Sie haben ein Gewicht von 17,5kg. Ihre Herstellung war vor über 3000 Jahren eine große Herausforderung. Jeder Stein ist mit dem Namen des Handwerkers und auch von demjenigen der ihn geprüft hat markiert. Die Konstruktion besteht aus drei Bollwerken, durch die jeweils ein Torbogen führt...



...im Inneren der Bollwerke befanden sich früher Nahrung, Waffen und auch Unterkünfte für Soldaten.



Weiter zog es mich ins Viertel rundum den Konfuzius Tempel. Wie man sieht, bin nicht nur ich während der chinesischen Neujahrsfeiertage hierhergekommen. ;-)



Trotz der vielen Menschen war es schön am Qin Huai Fluss entlang zu schlendern. Zudem lassen sich dort wunderbare Bilder schießen.



Im Konfuzius Tempel selbst hat es mir ebenfalls sehr gut gefallen.



Der große Lehrmeister verbrachte einen Teil seines Lebens in Nanjing, auch deshalb wurde ihm dieser Tempel im Jahre 1034 geweiht.



Die Kultstätte ist unter dem Namen Fuzimiao im ganzen Land und darüber hinaus berühmt.



Mein Anstoß die Stadt zu besuchen, war das Mahnmal zum Massaker von Nanjing. Die zahlreichen Besucher werden dort mit einer imposanten Gedenkmauer empfangen...



...an deren Ende eine Friedensglocke positioniert ist.



Am 13. Dezember 1937 begann das siebenwöchige Martyrium bei dem japanische Truppen auf grausamste Art und Weise mordeten, vergewaltigten und plünderten. Beim Massaker in Nanjing kamen laut chinesischen Angaben 300000 Menschen zu Tode.



Es sind auf einem großzügigen Areal die historischen Ereignisse gut aufbereitet, wenn auch von chinesischer Seite, vermutlich nicht immer ganz neutral dargestellt. Hier ist ein freigelegtes Massengrab zu sehen.



Erst vor kurzem besuchte ich Hiroshima und habe gelernt, welches unfassbare Leid das japanische Volk ertragen musste. Hier jedoch habe ich detailliert erfahren, dass auch Japan eine dunkle Vergangenheit hat. Ich finde es sehr schade, dass dieses Vorkommnis in der westlichen Welt lediglich als Randthema auftaucht. Ich kann jetzt wesentlich besser nachvollziehen, warum ich hier in China häufig mit regelrechten Hassparolen gegen Japan konfrontiert werde. Es war ein lehrreicher und lohnender Besuch, an diesem Ort der Melancholie.



Der Jangtse ist der drittlängste Fluss auf Erden. Die Chinesen, sprechen seinen Namen immer und richtigerweise Jangtsekiang aus. Sein Weg quer durchs Land ist 6380km lang. In Nanjing hat er sein Ziel bereits fast erreicht, den Pazifik, in welchen er nördlich von Shanghai einfließt. Am Stadtrand wird er von der mächtigen Nanjing-Jangtse-Brücke überspannt.



Es ist immer wieder schön diesen mächtigen Strom zu sehen, auch wenn mich an meinem letzten Tag in der ehemaligen Hauptstadt, die Sonne dabei nicht begleiten wollte. Es war derart nasskalt, dass nicht einmal die Küstenwache aus ihrem Hausboot kommen wollte. ;-)



Anschließend trat ich die 430km lange Rückfahrt nach Ningbo an, wo ich aufgrund des chinesischen Neujahrsfestes noch ein paar weitere freie Tage genießen durfte. :-)))
26.2.18 01:46


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