Mirco's Reiseblog


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Der imposante Korridor von Guoliang (16.06.2017 - 18.06.2017)

Nachdem ich mich wieder einigermaßen erholt habe, kann ich jetzt über diese eindrucksvolle, jedoch auch anstrengende Kurzreise berichten. :-) Das Ziel war ein kleines Dorf in der Provinz Henan, namens Guoliang.



Die Anreise hat sage und schreibe 14 Stunden in Anspruch genommen. Sechs Stunden per Zug von Ningbo bis Zhengzhou, von dort erneut sechs Stunden mit einem angemieteten Fahrzeug, inklusive Fahrer, bis nach Guoliang. Dazwischen zwei Stunden Fußmarsch beziehungsweise Preisdiskussionen, so etwas kann dauern in China. :-) Die Strecke verläuft ausschließlich durch ländliches Gebiet. Die Toten werden in Henan, auf den privaten Feldern, der jeweiligen Familien bestattet.



Nach einer gefühlt ewigen Fahrt, erreichten wir das wunderschöne Wan Xian Gebirge...



...und letztendlich auch Guoliang. Dort leben heute 80 Familien, was ungefähr 300 Einwohner bedeutet.



Es handelt sich dabei um ein Dorf, mit einer ganz besonderen Geschichte. Bis 1977 konnte kein Fahrzeug in die Ortschaft vordringen. Der einzige Weg, nach und natürlich raus aus Guoliang, führte über die berüchtigte Himmelsleiter. Diese ist immer noch vorhanden und für die Öffentlichkeit zugänglich.



Der Bergpfad besteht aus über 700 Stufen, er stellt selbst für geübte Bergwanderer eine echte Herausforderung dar. Ich habe es überlebt. :-) Jedoch bekam ich, aufgrund einer Stufenbreite von teilweise lediglich 40cm und einem einseitigen Abgrund von etwa hundert Metern, kurzfristig einen gewissen Anflug von Panik. ;-)



1972 entschieden sich dreizehn tapfere Männer, einen für den Verkehr tauglichen Zugang zum Dorf zu erschaffen. Sie starteten, mit einfachsten Werkzeug und bloßen Händen, einen 1200m langen Korridor in den Felsen zu schlagen...



...nachdem einige Meter geschafft waren, erkannten die anderen Einwohner, dass es sich lohnen würde und alle 250 Dorfbewohner halfen mit, dieses Bauwerk der Superlative zu vollenden. Nach fünf Jahren war es geschafft. Guoliang ist per Fahrzeug erreichbar und dies bis zum heutigen Tag.



Seitdem ist es möglich, den Verkehr einspurig durch den Korridor zu geleiten. Der Tunnel von Guoliang gilt als eine der gefährlichsten Straßen der Welt.



Es leben nur noch vier, der besagten dreizehn Helden. Einen durfte ich persönlich treffen und auch ein gemeinsames Bild knipsen. :-)



Das Gebiet Nan Ping, liegt in nur wenige Kilometer von Guoliang entfernt....



...auch hier findet sich eine beeindruckende Berg- und Felsenwelt.



Gesamt wanderte ich an einem Tag über 20km, verbunden mit vielen Höhenmetern, durch die Märchenwelt rundum Guoliang.



Zurück ging es etwas zügiger. Die sechsstündige Autofahrt nach Zhengzhou kann nicht vermieden werden, allerdings ging es von dort, per zweistündigen Flug, direkt zurück nach Ningbo. Generell ist dieses Reiseziel eine immense Herausforderung. Sowohl kulinarisch, hygienisch und auch in allen weiteren Bereichen, ist dieser Teil Chinas meilenweit weit vom gewohnten Standard entfernt. Ich habe keinen einzigen weiteren Ausländer dort erspähen können. Grundkenntnisse, in der chinesischen Sprache oder eine chinesische Begleitperson, sind nahezu unabdingbar. Ganz klar, es war eine meiner interessantesten Reisen in China bislang. :-)

20.6.17 04:11
 


bisher 7 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Dena (20.6.17 04:18)
Amazing scenery!!!


padernosder (20.6.17 10:18)
Hallo Mirco,

bisher war mir nicht klar, wie sehr Du bei Deinen Reisen auch den Nervenkitzel suchst. Respekt für Dein "Vertrauen" in die eigene Leistungsfähigkeit, für Dein Heranwagen an die eigenen Grenzen.

Es ist natürlich eine tolle Örtlichkeit, in die Du Dich vorgewagt hast. Gewissermaßen "unbezahlbar", dort gewesen zu sein. Und mit Hilfe der "neuen Medien" dürfen wir ein wenig teilhaben, an der grandiosen Natur.

Ich spüre gerade diesen "Widerspruch"... langwierige, schwierige Anreise und einfachste "Verhältnisse" vor Ort, und dann die leicht "flatternde" Botschaft hinaus in die Welt.

Du bist der "Vorkämpfer", der getrieben von seinem unerschöpflichen Forschergeist "Welten" ans Licht bringt, die zu sehen für Andere sonst nicht möglich wäre. Ich hoffe, schon aus purem Eigennutz, ;-) Du verlierst nie Deine Energie und Reiselust!

Schöne Grüße und vielen Dank! Paß auf Dich auf! ;-)


Dorehn (20.6.17 14:26)
Atemberaubend schön die Bilder, dein Bericht! LG


Marie / Website (21.6.17 09:07)
Guten Morgen,

das ist schon ein Wahnsinn und es fasziniert mich immer wieder, zu was Menschen doch in der Lage sind. Solche Felsen, ich nehme an mit den einfachsten Mitteln, im Endeffekt aber doch perfekt, zu bearbeiten...Wow!!! Respekt!
Wenn ich mir überlege, wie sich hier so "Manche" anstellen, bei den kleinsten Dingen, ist dies wirklich jede Art der Bewunderung wert.

Diese Beerdigungsvariante finde ich jetzt doch etwas pietätvoller, als diese angetackerten Särge an den Felswänden. Diese Felsvariante gibt es ja nicht nur auf den Philippinen, sondern wird ja auch in Südost-China praktiziert. ;-) Allerdings frage ich mich schon, wie kommt der Mensch auf solche Ideen?

..............


Marie / Website (21.6.17 09:07)
.................
Allerdings bekomme ich schon etwas flattern im Bauch, wenn ich sehe, wo und wie die Autos daher fahren.
Ob das für meine Nerven so super geeignet wäre, weiß ich nicht. Abgründe und Höhen von oben betrachtet, gehören nicht zu meinen Stärken. Daran muss ich definitiv arbeiten. ;-) Ich glaube ich würde wohl eher nur von unten gucken. Was wahrscheinlich wenig Sinn machen würde.

Die Treppe ist cool und die Anstrengung lässt sich auf Deinem Bild schon erahnen. Wenigstens hätten meine eher kleineren Füße da weniger Probleme. ;-)

Das es in solchen Regionen mit der Hygiene schwierig ist, denke ich mir. Ich glaube, der deutsche Standard incl. Österreich und der Schweiz, sind auch schon einer der Extremsten. Nicht immer gut, dass ist mal sicher! Aber ich glaube, wenn solche Länder oder eben Landesteile bereist werden, ist es ja einem ja schon vorher klar, dass einiges "anders" sein wird. Sicherlich ist die vor Ort Situation oft nochmals eine ganz andere, aber man stellt sich vorher ja schon etwas darauf ein.
Und das man große Abstriche im Bereich der Hygiene und gerade auch bei der Ernährung machen muss, ist ja auch klar.
Trotzdem ist es dann nochmal was anderes, dass direkt mitzuerleben und eben auch eine Weile selbst damit klar zu kommen.
Gerade was die Ernährung angeht, ist ja der Mitteleuropäer eher etwas anfällig, wenn es dann um so landestypische Dinge geht. Das kann schon mal gewaltig durchhauen.

Aber Du bist es ja mittlerweile wohl schon gewohnt, bei Deinen vielen Reiseerfahrungen. Und ganz sicher auch sehr tolerant und unerschrocken. ;-)

Immer wieder schön, Deine Berichte und die Erfahrungen die Du auf Deinen Reisen oder Ausflügen sammelst, mitzuverfolgen. Es macht immer wieder Spaß sich in Deinen Berichten und Bildern zu verlieren.

Liebe Grüße, Marie


Elisabeth / Website (21.6.17 20:23)
Hi Mirco,
super schöner Bericht und tolle Bilder, das ist ja besser, als "Galileo" zu schauen :-)...(sagt Dir die Sendung was?)
Die Himmelsleiter sieht toll aus, am beeindruckendsten find ich aber das Bild von den 2 Bussen in der Felswand. Unfassbar, was die Leute mit dem Bau des Tunnels geleistet haben.

Ich find's sehr mutig, was für Reisen Du Dir so "antust"...ich würd mich das glaub ich nicht trauen, schon gar nicht allein.
Spricht Du eigentlich Chinesisch?
Cooles Foto von Dir vor dem Tunnel...und endlich OHNE CROCS-Yeah, es gibt noch Hoffnung ;-)

Liebe Grüße,
Elisabeth


500beine / Website (28.6.17 08:21)
Großartig. 13 Freunde müsst ihr sein!

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