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Vietnam - Der Süden (04.10.2017 - 13.10.2017), Teil 1

Sooo...nachdem ich jetzt wieder zurück in Ningbo bin, kann ich auf eine ereignisreiche Zeit im südlichen Vietnam zurückblicken. Gestartet bin ich in Ho-Chi-Minh-Stadt, der größten Stadt des Landes, welche bis 1976 noch Saigon hieß. Der erste und größte Stadtteil nennt sich jedoch noch heute Saigon. Auf den Straßen dort ist immer was los, völlig unabhängig von der Uhrzeit. ;-)



Die Metropole hat etwa neun Millionen Einwohner. Erstbesucher erschlägt anfänglich das Durcheinander, verbunden mit einer extremen Lautstärke. Jedoch ist bei genauerem Hinsehen, irgendwie doch ein System im Chaos erkennbar. Ein Markenzeichen von Ho-Chi-Minh-Stadt ist sicherlich die unglaubliche Anzahl an Motorrollern. Die Zweiräder bewegen sich wie ein nicht enden wollender Strom durch die Straßen.



Nahezu alle Sehenswürdigkeiten können, mittels eines ausgiebigen Spaziergangs, an einem Tag angelaufen werden. Im 52. Stock des Bitexco-Turms befindet sich ein Lokal, dort gönnte ich mir ein Bierchen gegen den Durst. Hauptgrund des Besuchs war allerdings die herrliche Aussicht über Ho-Chi-Minh-Stadt.



Die reizende Notre Dame Kathedrale ist ein Nachlass der französischen Kolonialzeit. Erbaut wurde sie Ende des 19. Jahrhunderts. Übrigens sind Franzosen aufgrund der Historie noch unbeliebter als Amerikaner im Vietnam.



Nur einen Steinwurf entfernt findet sich das berühmte Postgebäude. Von außen schon schön anzusehen...



...ist es von innen eine echte Augenweide, inklusive eines großen Porträts des kommunistischen Revolutionärs Ho Chi Minh. Er gilt bis heute als ewiger Führer des Landes.



Eine weiteres Gotteshaus, die Tan Dinh Kirche, befindet sich etwas weiter vom Zentrum entfernt. Ein wirklicher Blickfang an diesem Bauwerk, ist der doch etwas eigenwillige Anstrich. ;-)



Mein Tagesausflug zu den Củ Chi Tunneln, drei Stunden per Bus nördlich von Ho-Chi-Minh-Stadt, war eine lohnende Ausfahrt. Das unterirdische Tunnelsystem war eine der ausschlaggebenden Methoden, welche den „Vietcong“ letztlich geholfen hat, die US-Armee in die Knie zu zwingen. Durch extrem kleine, perfekt getarnte Einstiegsluken, hat man sich Zugang verschafft.



Auch ich zwängte mich hinein. Jedoch hinterlässt das gute asiatische Essen langsam seine Spuren. :-)))



Während des Krieges wurden die Tunnel sowohl zur Feindbekämpfung als auch zur Deckung genutzt. Es sind regelrechte unterirdische Dörfer entstanden mit Schulen, Büros und sogar Krankenhäuser. Die Gebäude waren durch Tunnel von etwa 80 cm Höhe und 60 cm Breite verbunden. Lediglich fünfzig Meter in tiefgebückter Haltung darin zurückzulegen, war für mich bereits eine echte Qual. :-)



Auch unterschiedliche Formen an Fallensystemen können bestaunt werden. Sie sehen richtig beängstigend aus und waren beim Feind auch tatsächlich sehr gefürchtet. Wer kennt sie nicht, aus einer der vielen Verfilmungen des Vietnamkrieges.



Weiter ging’s für mich ins Mekong Delta. Drei Stunden südlich von Ho-Chi-Minh-Stadt spaltet sich der riesige Strom in unzählige Flüsse verschiedener Größen auf.



Vom Dorf namens My Tho aus besuchte ich einige der unzähligen Inseln. Man findet hier, aufgrund des ganzjährigen Tropenklimas, eine überaus vielseitige Fauna vor.



Hier am Mekong spielt sich alles Leben auf und am Wasser ab. Somit sind Boote aller Arten hier das ideale Fortbewegungsmittel.



Sehr interessant fand ich die Schwimmenden Märkte von Cai Rang. Hier wird der Handel noch auf traditionelle Art praktiziert. Das bedeutet für unsereins lokale Spezialitäten zu unglaublich günstigen Preisen.



Übernachtet habe ich in Can Tho bei einer vietnamesischen Familie (Homestay) direkt am Mekong. Es war eine tolle Erfahrung, allerdings sollte man für diese Art von Unterkunft schon etwas robust sein…:-)



...kleine sowie größere Krabbeltiere überall und sein Abendessen darf man sich selbst fangen. Ich hatte großes Glück und hab einen schönen Fisch erwischt. ;-)



Im zweiten Teil geht es dann ans Meer. Natürlich gibt’s auch von dort etwas Kultur sowie kulinarische Highlights zu sehen. :-)
15.10.17 11:42
 


bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Marie / Website (15.10.17 13:21)
Hi Mirco,

schön, dass Du wieder wohlbehalten zurück in Ningbo bist. Dein erster Teilbericht ist ja schon mal sehr verlockend, obwohl mir die Vorstellung von "Krabbeltieren im Bett" und "Essen selbst jagen" schon eine gewisse Gänsehaut verursacht. Aber Respekt, da hast Du Dir ja ein ordentliches Exemplar ergattert. ;-) Musstest Du das dann auch selbst zubereiten??

Da hast Du ja gewissermaßen Glück gehabt, dass Du in der Einstiegsluke nicht stecken geblieben bist. ;-) Das wäre sicherlich eine ziemliche Aktion geworden, Dich mitten im vietnamnesischen Dschungel daraus zu befreien.

Du solltest das Sprichwort: " wer sich in Gefahr begibt, der kommt darin um " nicht allzu wörtlich nehmen.
Aber Respekt, ich glaube, auch wenn ich selbst gerne viel ausprobiere, da wäre ich nicht so ohne weiteres reingekrabbelt, obwohl ich sicherlich von meiner Größe, da bestens aufgehoben gewesen wäre. ;-)

Die Kolonialzeit findet man ja in vielen Teilen Asiens und der Notre Dame Baustil ist wohl ziemlich beliebt gewesen. Ich glaube Du hattest neulich schon eine ähnliche Kirche in China mal gezeigt.

Dann bin ich auf Deinen Folgebericht gespannt!

Bis dahin, liebe Grüße, Marie ;-)


padernosder (15.10.17 17:13)
Hallo Mirco,

da bist Du also wieder, schon mal positiv! ;-)

Die Ecke der Welt, wo Du lebst und Urlaub machst, ist für mich einerseits sehr interessant, andererseits kommen immer Emotionen hoch. Meine Generation ist mit Mao Tse Tung, Ho Chi Minh, dem Vietcong und dem Vietnamkrieg groß geworden. Deshalb kann ich natürlich auch gut verstehen, daß die Franzosen und die Amis in Vietnam nicht sehr beliebt sind. Speziell die USA hat damals auch meine Sympathien "verspielt".

Wie oft hörte ich in den Nachrichten das Wort "Mekong-Delta"? Unzählige Male. Wahrscheinlich müßte ich auch mal dorthin, um auf diese alten Eindrücke neue setzen zu können. - Wie auch immer. Du zeigst mir, wie es geht. Es ist gut, Deine Reiseberichte zu lesen, auch das hilft mir, eine andere bzw. neue Sicht zu finden.

Naja, eigentlich geht es hier um Deinen Blog, um Deine Krabbelviecher und um Dein Tropenklima. Dafür hast Du ja auch den Fisch ganz alleine gegessen. ;-)

Ich hoffe, Du hast Dich in Ningbo schon wieder "eingelebt" und bist innerlich erquickt. ;-)


Zitronenhauch / Website (15.10.17 21:06)
Hiii Mirco,

Ich weiss es und es tut mir leid, dass ich so lange Zeit offline war.

In den Ferien war ich auf Madeira. Dort redet man Portugiesisch(Zum Glück konnten sie auch Englisch. Am Flugafens auf Madeira Namens Chistiano Ronaldo gab es sogar eine Deutsche Durchsage 0_0 ) . Ist sehr schön dort, kann ich dir also empfehlen. Als wir Nach Hause wollten fliegen, hatte das Flugzeug Verspätung. Dann kam es so spät, dass es dann nicht mehr in Basel durfte Landen(In der Schweiz gibt es Nachtlandeverbot) . Dann mussten sie uns in ein Hotel verfrachten(5 Stern :D) . Dann hatten wir ein Tag Verspätung :´( . Dann hatte ich noch bis heute Spielverbot :´( .

Dein Blogeintrag war klasse. Dass mit den Käfern, hatte ich so ähnlich im SoLa17 (Sommer Lager 2017) mit der Pfadi. Da waren im Zelt immer wieder Ohrengrübler und andere Käfer.


Dass wars dann auch schom wieder!!
Tschau

-Zitronenhauch

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