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Qing’an Guild Hall - Das Gute liegt oft ganz nah (23.02.2018)

Die Qing’an Guild Hall ist nur einen Steinwurf von meiner Wohnung im Zentrum von Ningbo entfernt. Qing’an Guild Hall bedeutet übersetzt so viel wie „Zunfthaus der Qing-Dynastie“. Ich habe zwar schön häufig im Vorbeigehen, die alten Gemäuer rundum den Gebäudekomplex wahrgenommen, aber detailliert hatte ich mich bis dato nicht damit beschäftigt.



So ging ich an einem sonnigen Feiertag wiedermal daran vorbei und siehe da, erstmals überhaupt erblickte ich das mächtige Eingangstor offen stehend. Ich las die angeschlagene Kurzanleitung und der Eintrittspreis ist mit zwei Euro auch ziemlich günstig.



Die Qing’an Guild Hall war ursprünglich ein buddhistischer Tempel, welcher zumeist von Seefahrern besucht wurde. Ningbo hatte schon immer einen der weltgrößten Häfen, da machte eine solche Einrichtung durchaus Sinn. Heute besteht die Anlage aus zwei Teilen. Den Tempelbereich gibt es immer noch...



...dazu wurde ein Museum eingerichtet. Auch dieses, wie könnte es anders sein, orientiert sich hauptsächlich an der Seefahrt. Unteranderem sind hier viele explizite Schiffsmodelle ausgestellt...



...aber auch einige weitere Raritäten sind hier zu finden.



Noch interessanter waren für mich die palastartigen, sehr aufwendig dekorierten Gebäude.



Die Tempelanlage wurde 1853 fertiggestellt. Erst vor wenigen Jahren wurden Teilbereiche des Anwesens zu Chinas ersten Folklore-Schifffahrtsmuseum umgebaut. Es hat richtig Freude gemacht, durch die hübsch aufbereiteten Gassen und Bauwerke zu schlendern.



Hier ein Bild, geknipst aus dem Innenhof des Museums. Es verdeutlicht wie nahe meine Wohnung an dieser Sehenswürdigkeit liegt. ;-)



Fast unglaublich, dass ich es fünf Jahre lang nicht geschafft habe, diesen lukrativen Ort zu begehen. :-)



Zum Schluss noch etwas für alle Wissensbegierigen, die sich für Eigenheiten der chinesische Kultur interessieren. Hin und wieder trifft man in China auf unbequem hohe Eingangsstufen, zuallermeist ist dies bei älteren Häusern der Fall.



Ich hatte mich bereits an verschiedenen Orten über diese heimtückische Art von Stolperfallen gewundert, bis ich kürzlich ihren Hintergrund erfahren habe. Auch hier, direkt in meiner Nachbarschaft, bin ich jetzt wieder auf sie gestoßen...



...sie deuten auf das Vermögen, der im Haus lebenden Familie hin. Je höher die Stufe, desto reicher die Hausbesitzer. Früher war es ein normaler Vorgang, dass der Brautvater zuerst die Stufe am Elternhaus des Bräutigams vermessen hat, bevor er einer Hochzeit zustimmte. ;-)
7.3.18 02:28
 


bisher 4 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(7.3.18 05:47)
merry-n
Dass die Stufenhöhe ein Zeichen für Reichtum ist finde ich ja sehr interessant. So weiß jeder schon von Weitem mit wem er es zu tun hat. :-)) Es menschelt halt überall.
Was mich immer fasziniert sind die alten Gebäude in China. Obwohl sie oft sehr groß sind, wirken sie durch die nach oben gebogenen Dächer so leicht und filigran.


padernosder (7.3.18 06:25)
Hallo Mirco,

ich bin jetzt nicht "so" sehr verwundert, daß Du in Deinem Hochhaus manches Naheliegende "übersehen" kannst. Umso schöner, wenn es auch für Dich noch "Offenbarungen" gibt. ;-)

Hier ist "China" wieder in aller Munde. Es wird gesagt, der Regierungs-Chef will seine Macht ausbauen und das Volk wird "auf Linie getrimmt". Kritik im Internet wird sofort gelöscht usw. Wie auch immer, die Großen, also Rußland, China, USA, wollen ihr Land "nach vorne" bringen und Trump ist gegen den freien Handel. Keine Ahnung, wo das hinführt!

Deine Bilder vermitteln einen harmonischen, friedlichen Eindruck und es ist eine schöne Vorstellung, sich in einen kleinen Teil der Welt zurückziehen zu können, wo man sich keine Gedanken über die "großen Probleme" machen muß.

Das Schiff und das dazugehörige Museum, gefällt mir, es erinnert mich an "Karavellen" oder "Koggen", wie es sie auch bei uns gab. Die Geschichte der Seefahrt ist auch die Geschichte der Menschheit. Früher "hoppsten" die Schiffe am Ufer entlang, und niemand wußte, wie groß die Erde tatsächlich ist. Erst die Seefahrer ab Kolumbus wagten es auf die "Hochsee" hinaus, vermaßen die Landmassen, zeichneten Karten und brachten wilde, fremde Pflanzen und Lebewesen mit nach Hause.

Interessantes Detail, mit der Treppenstufe. Jedes Volk hat seine "Status-Symbole", bei uns ist es eben der "Dacia" vor der Haustüre! :-))


Marie / Website (7.3.18 19:39)
Hallo Mirco,

das chinesische Mitgift-Symbol, im Sinne einer Betonstufe, ist schon wirklich einfallsreich.

Ich glaube, seit ich Deinen Blog regelmäßig lese und anschaue, habe ich ein deutlich breites China-Wissen erlangt. Und ich gestehe, China war eigentlich nie wirklich das Land meiner Träume. Es steht zwar immer noch nicht an erster Stelle, da gäbe es erstmal andere Orte, denen ich vorrangige Priorität einräumen würde, allerdings könnte ich mir einen intensiven Chinaaufenthalt, mittlerweile durchaus vorstellen.
Meine Neugier auf dieses Land wäre somit erfolgreich geweckt. ;-) Allerdings würde ich dann wohl bei gewissen "Delikatessen" auch mal einen Fastentag einlegen. Aber kann ja auch nicht schaden.

Ja irgendwie immer wieder überwältigend, wie nahe doch manche Dinge oder Orte liegen. Allerdings kann ich es durchaus verstehen, dass Du nicht auf alles um Dich herum, in dieser riesigen Stadt, ein Auge hast. Und schön ist es doch, auch mal einen lohnenden Zufallsfund, beim vorbeischlendern zu entdecken.
Das passiert einem ja hier eher mal nicht. ;-) Feldweg, Acker, Schlaglöcher, Wald, damit ist man ja hier per "Du" und die große Überraschung, wie "Phönix aus der Asche", erhascht einen wohl eher nur sehr selten. Obwohl ich auch bei manchen Dingen hier denke: "war das schon immer so?" Aber das liegt dann eben an der allgemeinem Oberflächlichkeit, die sich zwangläufig einschleicht.

Ja schön, dieser für Dich "neue" Ort ist wirklich sehr schön anzusehen und auf jeden Fall einen Ausflug wert. Die Schifffahrt ist wohl eine der Urväter unserer Menschheit. So fing es an und ich finde es sehr interessant, wie doch jedes Land seine Flotten entwickelte und wie man sieht, bis heute auch mächtig stolz darauf ist.
Respekt, da wohnst Du ja in einem ziemlich "hohen Haus". Wie hoch sind die Eingangsstufen??? ;-)

Dann weiterhin viel Spaß beim entdecken und erforschen der chinesischen Dynastien und Schätze. Ich wäre ja jetzt mal bereit für einen Pandabären.

Liebe Grüße, Marie


Dorehn (7.3.18 20:03)
:-) ...in so einem riesigen Land wohnend, kann schon mal der Blick fürs "Kleinod" nebenan verloren gehen - aber so hält das Leben halt immer wieder Überraschungen bereit! - Danke für deine Beschreibungen auch von Traditionen, die sich in besonderen Symbolen verbergen... LG zum Frühlingsanfang!

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