Mirco's Reiseblog


Momentan in China

  Startseite
    Ningbo A bis Z
    Zhejiang-CN
    Fujian-CN
    Hunan-CN
    Sichuan-CN
    Gansu-CN
    Qinghai-CN
    Guangdong-CN
    Shandong-CN
    Jiangsu-CN
    Henan-CN
    Hubei-CN
    Yunnan-CN
    Shanxi-CN
    Shaanxi-CN
    Guangxi-CN
    Chongqing-CN
    Shanghai-CN
    Beijing-CN
    Hong Kong
    Nordkorea
    Mongolei
    Japan
    Kambodscha
    Myanmar
    Vietnam
    Thailand
    Indonesien
    Philippinen
    Indien
    Iran
    Südafrika
    Eswatini
    Niederlande
    Frankreich
    Italien
    Vatikanstaat
    Deutschland
    Kurioses
    Kritisches
    Um die Erde
  Über...
  Archiv
  Reiseblog Info`s
  Reiseplan
  Reisestil
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 



  Links
   Wie reich bin ich?
   Skyscanner
   Unterkunftssuche
   Weltuhr-Zeitzonen
   Ningbo - Wikipedia



Volksrepublik China Flagge Fahne GIF Animation Peoples Republic of China flag

https://myblog.de/mirco-reisen

Gratis bloggen bei
myblog.de





Drei Tage zu Gast in der Shandong Provinz (27.03.2018 - 29.03.2018), Teil 2

An meinem dritten und für diesmal letzten Reisetag in der Shandong Provinz, besuchte ich Qufu. Die Kleinstadt ist per Zug in einer Stunde bequem von Jinan erreichbar. Hier lebte und starb Konfuzius, bis heute Chinas wichtigster Denker. Schon am Bahnhof begrüßt die anreisenden Gäste, ein erstes Abbild von „Meister Kong“.



Der Name Konfuzius ist latinisiert aus „Lehrmeister Kong“. Er lebte während der Östlichen Zhou-Dynastie von 551 v. Chr. bis 479 v.Chr. und wurde unter dem Namen Kong Qiu geboren. Im Zentrum von Qufu angekommen, sticht einem eine gigantischen Festungsmauer ins Auge. Nahezu alles innerhalb der Begrenzung steht im Zeichen des chinesischen Philosophen.



Es gibt ein praktisches Kombiticket, mit dem ich den Konfuzius-Tempel, das Haus der Nachfahren von Konfuzius und das Familiengrab der Kong`s besuchen konnte. Das sind die drei wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt und eigentlich auch die einzigen. Los ging es für mich am Konfuzius-Tempel.



Der Weg zur Tempelanlage führte mich durch mehrere beeindruckende Tore.



Die traditionsreichen Gebäude aus dem 16. Jahrhundert sind von ehrwürdigen Bäumen umringt.



Danach zog ich weiter zur benachbarten Residenz der Familie Kong. Hier soll einst das Geburtshaus von Konfuzius gestanden haben. Das Gelände umfasst insgesamt über fünfhundert Räume. Es ist ein Sinnbild dafür, welchen unermesslichen Reichtum Konfuzius Lehren, der einst sehr armen Familie bescherte.



Auf einer großen Ahnentafel sind die vielen Generationen der Familie aufgelistet...



...auch die zugehörige Gartenanlage im altem chinesischen Stil ist einen ausgiebigen Rundgang wert.



Zwei Kilometer weiter erreichte ich den riesigen Familienfriedhof der Kong`s.



Seit über 2000 Jahren werden hier ausschließlich Menschen beerdigt, die den Namen Kong tragen.



Überall stehen mächtige Wächter aus Stein, welche die Verstorbenen beschützen sollen.



Die ältesten Gräber stammen aus Perioden von Konfuzius Lebzeiten und bis heute werden seine Nachfahren hier begraben. Nach einiger Zeit habe ich das Grab von „Meister Kong" gefunden. Viele Chinesen kommen hierher, um ihren Lehrmeister anzubeten.



Die Tatsache, dass nach 2500 Jahren wenig im Originalzustand vorzufinden ist, hat mich nicht überrascht. Trotzdem war ich doch sehr von der Kontinuität beeindruckt. Angeblich trägt bis heute über die Hälfte der noch lebenden Einwohner von Qufu den Familiennamen Kong. Insgesamt hat sich der Abstecher nach Qufu für mich sehr gelohnt. Die Lehren des Konfuzius beeinflussen die Lebensweise des chinesischen Volkes bis heute und darüber versuche ich so viel wie möglich zu erfahren. :-)
8.4.18 05:44
 


bisher 4 Kommentar(e)     TrackBack-URL


padernosder (8.4.18 08:56)
Hallo Mirco,

es ist sehr interessant für mich, Deinen informativen Bericht zu lesen und die entsprechenden Fotos dazu zu sehen.

Am Schluß schreibst Du, die Lehren des Konfuzius beeinflussen heute noch die Lebensweise der Chinesen. Das ist für mich immer wieder erstaunlich, da es ja eine Tatsache ist, daß man "Geschehnisse" nur im Rahmen eines gewissen "Zeitgeistes" verstehen kann.

Wie können also Menschen einem "Vordenker" folgen, der vor 2500 Jahren gelebt hat? Das begreife ich nicht. Ähnlich ist es bei Religionen. Manche Menschen "leben" das geschriebene Wort von anno dazumal noch heute im buchstäblichen Sinne.

Ich habe zu wenig Ahnung, zu wenig Kenntnisse, um speziell Menschen des "chinesischen Kulturkreises" einschätzen zu können. Immer wieder muß ich denken, da gäbe es wenig Hemmungen, Widersprüchliches und Doppelmoralisches bedenkenlos hinzunehmen. Man macht sich die Welt eben so, wie man sie braucht.

Sicher hat Konfuzius dazu auch etwas gesagt. Hoffentlich etwas Klügeres als das, was ich von ihm las: "Wie sich das Gras im Wind zu Boden neigt, sollt ihr eure Köpfe vor der Obrigkeit neigen!" ;-)


Marie / Website (8.4.18 15:53)
Hallo Mirco,

Konfuzius sagt...., ja sagte vieles. Viele seiner "Weisheiten" sind uns ja tag täglich selbst bekannt und ich glaube fast jeder hat sich schon mal an einer seiner besagten Philosophien ergötzt. Nur ob jeder so genau weiß oder wusste, dass es aus der Gedankenwelt Konfuzius einst stammte, wage ich zu bezweifeln. ;-)

Einer der bekanntesten, auch von uns Deutschen oft verwendeten und zitierten Weisheiten, dürfte wohl folgende sein:
"Was Du nicht willst, was man Dir tu, dass füg´ auch keinem Anderen zu!"
Kann man so stehen lassen, denke ich und lässt sich auf viele Bereiche projiizieren. Egal ob es der Umgang miteinander ist, dass allgemeine Verhalten etc.

Sehr gut nun zu wissen, woher das nun alles stammte, wo der Ursprung lag. Ich glaube diesen Ort würde ich mir auch sehr gerne ansehen.

Wie es bereits padernosder beschrieben hat, ist es fast ein wenig unwirklich, dass so viele Menschen noch nach diesen Philosophien leben und somit handeln, aber gut, wir sehen es ja an den religiösen Überlieferungen, dass gilt ja auch noch für doch erstaunlich viele, auch wenn vieles sich passend zurecht gelegt wird. ;-) Und die chinesische Bevölkerung schätze ich mittlerweile als sehr individuell und leider sehr lenkbar ein, was offensichtlich ja auch so ist. Ich denke es ist sicher nicht falsch, sich als Deutscher etwas in die chinesiche Denkweise einzufinden. Sonst ist wohl vieles paradox.

Eine Zugfahrt durch die Unweiten Chinas stelle ich mir irgendwie als besondere Herausforderung vor. Allerdings ist eine Reise mit der DB auch meistens sehr abenteuerlich und man weiß nie, ob man da hinkommt wo man hin wollte. ;-)

Liebe Grüße, Marie

"Erfahrung ist wie eine Laterne am Rücken, sie beleuchtet nur den Teil des Weges, der schon hinter uns liegt." (Konfuzius) - es bedeutet Mut, sich neuen Dingen zu stellen und sie zu wagen, auch wenn sie ursprünglich nicht geplant waren, denn neue Wege, sind eben neu und ein Wagnis, und sollte es sich als misslungen herausstellen, wird es ledig zur Erfahrung. ;-)


Marie / Website (8.4.18 15:56)
...lediglich...


(8.4.18 18:04)
merry-n
Da hast du die grauen Gehirnzellen von deinen Lesern ganz schön zum Turnen gebracht! Ich grüble und grüble, ob ich nicht auch etwas Kluges von Konfuzius zitieren kann, aber da muss ich leider passen.
Den Bericht finde ich ausgesprochen informativ und interessant. Was für ein Genie, dass seine Gedanken nach tausenden von Jahren immer noch zutreffen und noch immer befolgt werden! Sehr beeindruckend!
Die Fotos sind wie immer sehr schön und sehr interessant. Mir gefallen vor allem die kreisrunden Tore. So etwas habe ich noch nie gesehen. Hat das eine Bedeutung?

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


Die Datenschuterklärung und die AGB habe ich gelesen, verstanden und akzeptiere sie. (Pflicht Angabe)

 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung