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German New Town - Eine suspekte Geisterstadt in Shanghai (02.05.2018)

Bereits vor etwa einem Jahr besuchte ich „Thames Town“, eine nach britischem Vorbild entstandene Geisterstadt in Shanghai. Wenn ihr unter der Kategorie „Shanghai“ etwas herumstöbert, könnt ihr meinen Eintrag dazu finden. Jetzt hat sich mir die Möglichkeit eröffnet, die im deutschen Stil angelegte Satellitenstadt im Stadtteil Anting zu besuchen - German New Town!



Auch sie ist ein trauriges Ergebnis der „One City, Nine Towns“ Initiative, gestartet in 2001. Ziel der Stadtregierung von Shanghai war es attraktive Vorortsiedlungen zu schaffen, um den Wohnungsmangel entgegenzuwirken. Soweit ist schon alles ganz gut gelungen und der deutsche Baustil ist ebenfalls zu erkennen...



...leider blieben die fest eingeplanten Menschen fern, welche die Ansiedlung mit Leben füllen sollten. Nahezu alle der etwa fünfundzwanzigtausend Wohneinheiten stehen bis heute leer. :-(



Die Läden und Restaurants sollen laut Erzählungen kurzfristig in 2007 eröffnet haben. Da aber auch hier galt, ohne Kunde kein Geschäft, wurden alle Einrichtungen schnell wieder geschlossen. Die Reklameschilder allerdings sind bis heute erhalten geblieben, wie hier von einer Bar, mit dem schönen deutschen Namen „Wunderbar“. :-)



Natürlich darf ein Fanshop von Bayern München in einer deutschen Stadt nicht fehlen, leider längst verlassen und eingestaubt. ;-)



Kaum zu glauben! Zwei waren gekommen und sind tatsächlich bis heute geblieben, nämlich Goethe und Schiller. Sie stehen am herrlich angelegten, jedoch ebenfalls verwaisten, Marktplatz von „German New Town“. :-)



Ich schlenderte, durch die für Shanghai ungewohnt ruhigen Straßen. Es fallen mir viele kleine Details auf, an welche die Architekten gedacht haben. Zum Beispiel wurden bei fast allen Häusern, die berühmte Ziegelart „Frankfurter Pfannen“ verwendet.



Theoretisch können bis heute Wohnungen in „German New Town“ erworben werden. Wer aber möchte denn ohne Infrastruktur leben. Ohne öffentliche Verkehrsmittel, Supermarkt, Schule, Restaurants, usw...



...jedem ist inzwischen klar, das Großprojekt ist fatal gescheitert, nur die chinesische Regierung weigert sich dies zuzugeben. :-)
Als nächstes habe ich die Geisterstadt mit holländischer Architektur auf meinem Plan stehen. Dort soll es sogar eine Windmühle in Originalgröße geben. :-)))
16.5.18 04:08
 


bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(16.5.18 07:09)
merry-n
Eigentlich finde ich, dass das eine interessante Idee ist. Schade, dass sie nicht angenommen wurde, was mich angesichts der Wohnraumnot in chinesischen Großstädten schon sehr wundert. Verblüffend, wie deutsch alles dort aussieht! War das vielleicht der Grund für das Scheitern der Idee oder sieht es im holländischen Viertel auch so unbewohnt aus?


padernosder (16.5.18 09:30)
Hallo Mirco,

jetzt, wo ich Deinen Artikel lese, fällt mir ein, ich habe schon davon gehört... wahrscheinlich von Dir! ;-)

Aber ich kann Dir sagen, auch hier, in einer kleinen Provinzstadt, ist Ähnliches passiert. Natürlich in einem viel kleineren Rahmen.

Mir tut es ja um meine Freunde Goethe und Schiller leid. So ganz ohne Zuspruch, diese Größen der deutschen Kultur- und Geistesgeschichte! ;-)

Insgesamt denke ich, es ist etwas typisch Chinesisches, große Projekte auch mal "in den Sand zu setzen". Die politische Führung hat keine Opposition. Da ist niemand, der dem großen Partei-Vorsitzenden in den Arm fällt, wenn dessen Größenwahn sinnlos ins Kraut schießt.

Eine gute Idee, wie die Schaffung von Wohnraum, ist eben noch nichts wert. "Unsere" Politiker begreifen das manchmal, hoffe ich, wenn sie davon sprechen: "Wir müssen das Volk mitnehmen!" ;-)


Marie / Website (21.5.18 17:28)
Hallo Mirco,

so etwas nachdenklich machen mich solche Monumente ja schon und ich überlege mir, was wohl der eigentlich Hintergedanke jemals dabei gewesen war.

Ein Stückchen Deutschland, mitten in China? Konnte man wirklich annehmen, dass dies sich 1:1 umsetzen ließe? Dazu hätte es ja wohl auch die nötigen Menschen gebraucht, die diese Kultur "leben" und wiederspiegeln. Das in diese Rollen Chinesen schlüpfen, eigentlich undenkbar.

Aber so kam es ja dann wohl auch, wie es kommen musste, eine Geisterstadt, die heute lediglich noch zum Nachdenken anregt.

Wenn ich mir die Bilder betrachte, ist es auf der anderen Seite auch wiederum Faszination, wie gut und "deutsch" das doch umgesetzt wurde.
Natürlich ist der FC Bayern das absolute Sinnbild der Deutschen ,-) gleich nehmen Goethe und Schiller. Was denn auch sonst....

Trotzdem kann ich in etwa nachvollziehen, dass dies sicher ein schöner Ausflug war. Na dann bin ich auf Deinen Besuch in "Holland" gespannt. Hoffentlich wenigstens mit einem vernünftigen Coffee-Shop. ;-)
Ich bin wirklich neugierig, ob sich die chinesiche Sichtweise auf Holland, mit meiner deckt.

Tulpen, Holzschuhe und ein ganz wichtiger Punkt würde ich Anne Frank zuordnen. Da denke ich aber wiederum, dass die Chinesen an dieses Thema nicht rangehen. Dann mal auf ins chinesiche "Holland". ;-)

Viele Grüße,
Marie

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