Mirco's Reiseblog


Momentan in China

  Startseite
    Ningbo A bis Z
    Zhejiang-CN
    Fujian-CN
    Hunan-CN
    Sichuan-CN
    Gansu-CN
    Qinghai-CN
    Guangdong-CN
    Shandong-CN
    Jiangsu-CN
    Henan-CN
    Hubei-CN
    Yunnan-CN
    Shanxi-CN
    Shaanxi-CN
    Guangxi-CN
    Chongqing-CN
    Shanghai-CN
    Beijing-CN
    Hong Kong
    Nordkorea
    Mongolei
    Japan
    Kambodscha
    Myanmar
    Vietnam
    Thailand
    Indonesien
    Philippinen
    Indien
    Iran
    Südafrika
    Eswatini
    Niederlande
    Frankreich
    Italien
    Vatikanstaat
    Deutschland
    Kurioses
    Kritisches
    Um die Erde
  Über...
  Archiv
  Reiseblog Info`s
  Reiseplan
  Reisestil
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 



  Links
   Wie reich bin ich?
   Skyscanner
   Unterkunftssuche
   Weltuhr-Zeitzonen
   Ningbo - Wikipedia



Volksrepublik China Flagge Fahne GIF Animation Peoples Republic of China flag

https://myblog.de/mirco-reisen

Gratis bloggen bei
myblog.de





Kritisches

Taifun - Jährlich steigt das Wasser...

Die Ostküste Chinas wird jedes Jahr von Wirbelstürmen heimgesucht. In Asien nennt man diese - Taifun. Die Zeit von Juli bis Oktober wird von vielen Einheimischen mit großer Ehrfurcht erwartet. Folglich befinden wir uns aktuell mitten in der Hauptsaison. Ich habe bislang zwei sogenannte Volltreffer erlebt. Volltreffer bedeutet, der Taifun geht mit seiner vollen Wucht direkt in Ningbo an Land. Trotz einschlägiger Warnungen im Voraus, sind die Schäden allermeist von beträchtlichem Ausmaß. Ein Taifun bewegt sich zumeist mit hoher Geschwindigkeit vorwärts, trotzdem kann es stundenlang dauern bis er über die Stadt hinweggefegt ist. Umherfliegende Gegenstände wie Verkehrsschilder, entwurzelte Bäume, abgeknickte Laternen oder was sonst noch so durch die Gegend fliegen kann, würden jeden Aufenthalt an der frischen Luft zu einem lebensgefährlichen Unterfangen machen. Die allergrößte Gefahr geht allerdings vom Strom aus. Aufgrund der vielen un­pro­fes­si­o­nell verlegten elektrischen Leitungen, herrscht bei Hochwasser eine akute Gefährdung durch Stromschlag. Im Falle eines Volltreffers, wird Alarmstufe "Rot" in Verbindung mit einem strikten Ausgehverbot ausgerufen. Man deckt sich also mit Nahrung ein, klebt ordnungsgemäß seine Fenster ab und bleibt Zuhause sitzen bis es vorbei ist. Zuletzt geschehen, in Ningbo im September 2015, für volle zwei Tage. Zuhause sitzen bleiben funktioniert natürlich nur solange, wie das Eigenheim nicht unter Wasser steht...



Letzte Woche ist der Taifun „Meranti" im 800km südlich von Ningbo gelegenen Xiamen an Land gegangen. Ein in Xiamen lebender Freund, hat mir erschreckende Bilder der Verwüstung gesendet. Die Bilder nach einem großen Taifun, könnten auch aus einem Kriegsgebiet stammen…



Die daraus entstehenden Ausläufer, stellen für einige Stadtteile Ningbo's ebenfalls ein enormes Problem dar. Die Erleichterung darüber, dass der Taifun diesmal vorbeigezogen ist, wehrte somit nur kurz. Das Übel kommt erst im Nachhinein zum Vorschein. Der viele Regen drückt den Wasserspiegel der Flüsse nach oben. Was enorme Überschwemmungen zur Folge hat, auch weit vom Zentrum des Taifuns entfernt. Ningbo, trifft es mit seinen vielen Flüssen im Stadtgebiet meist besonders hart.



Leider erwischt es auch hier in erster Linie die ärmere Bevölkerung. Ihre Häuser stehen teilweise meterhoch unter Wasser...



Vor allem die Zerstörung von Läden und Geschäften tut den Leuten besonderes weh. Hier ist oft das komplette Kapital der ganzen Familie investiert. Eine Versicherung gibt für solche Ereignisse in China nicht und könnte sich aufgrund des Beitragssatzes auch niemand leisten.





In diesen Gebieten ist die Infrastruktur meist desolat. Die uralte Kanalisation ist völlig überfordert beziehungsweise überhaupt nicht vorhanden.



Trotzdem sind die Menschen oft noch positiv gestimmt. Mitunter, kann man auch etwas lustigere Bilder knipsen...





Die Einstellung wie die Bewohner damit umgehen ist wirklich bewundernswert. Letztes Wochenende habe ich per Fahrrad eines der betroffenen Gebiete erkundet. Ich hatte dabei relativ gut lachen, mein Wohnzimmer ist ja auch nicht vollgelaufen... :-(

22.9.16 06:21


Geld in China - Fakten, Erkenntnisse & Erfahrungen

Ich wage zu behaupten, dass in keinem Land der Erde, eine größere Gier nach Geld herrscht als in China. Schon die Kinder werden in ihren Familien und von der Gesellschaft extrem auf Geld fixiert. Ihnen wird von klein auf eingetrichtert, viel Geld bringt Zufriedenheit und macht ungemein glücklich. Daher gilt im ganzen Land, nichts kann wichtiger sein als viel Geld zu machen. Dies ist eine logische Folgeerscheinung, des implementierten politischen Systems. Jenes wurde gänzlich auf Wachstum ausgelegt, so versucht jeder immer das Maximale herauszupressen. Dass dadurch viele positive Eigenschaften auf der Strecke bleiben, ignoriert die chinesische Staatsordnung. Obendrein wird dadurch Kriminalität aller Art gefördert, welche dann wiederum auf radikale Weise bekämpft wird. Jedoch hat der Chinese von Natur aus eine äußerst friedvolle Veranlagung und beugt sich weitgehend seinem vorbestimmten Schicksal. Fairerweise muss man dazusagen, im Ansatz ist es in den allermeisten Staaten der Welt ähnlich gelagert, es wird dem Volk nur nicht überall so ungeniert und ausgeprägt vermittelt.



Gleichwohl verstehen das Prinzip des Kapitalismus auch in China nur die Allerwenigsten. Der Chinese, sieht nur sich selbst und dazu die Tatsache, dass mit diesem System Millionen in China aus der Armut herausgeholt wurden. Dass es trotzdem niemals für alle Menschen reichen wird, interessiert den einzelnen zu Wohlstand gekommenen Chinesen nicht. Während das Land insgesamt reicher wird, öffnet sich die Schere zwischen Arm und Reich dramatisch. Die Weltbank definiert Menschen als extrem arm, wenn sie weniger als 1,25 Dollar pro Tag zur Verfügung haben. Über 160 Millionen liegen in China unter dieser Grenze und gelten somit als bitterarm. Das Verhältnis ist im Diagramm gut zu sehen...



Ohne jetzt über mein persönliches Einkommen schreiben zu wollen, ist es kein großes Geheimnis, dass es über dem Durchschnitt in China sowie auch weltweit liegt. Sobald ich in eine ärmlichere Gegend komme, beschleicht mich ein komisches Gefühl, es ist so eine Art von „schlechtem Gewissen". Muss ich gar nicht haben, denke ich mir dann immer. Ich habe hart gearbeitet um so weit zu kommen, zumindest sagen dies verschiedene Leute über mich. Aber stimmt das? Hat denn wirklich jeder sein Leben selbst in der Hand und kann aus eigener Kraft zu Wohlstand kommen? Diese Frage, muss jeder ehrliche Mensch mit einem klaren „Nein" beantworten. Im Umkehrschluss bedeutet dies, die Welt ist leider sehr ungerecht. Vom Obstverkäufer im Bild, hatte ich mir eine Wassermelone gekauft. Er meinte, dass ich wohl sehr reich sein muss, als ich die Melone in meinem Rucksack der Marke „Nike“ verstaute. In diesen Moment wird mir wieder bewusst, dass der Unterschied im Lebensstandard zwischen Bill Gates und mir wesentlich kleiner ist, als zwischen dem Obstverkäufer und mir.



Oder hier der Lebendviehhändler, seine größte Sorge ist vermutlich nicht das Rentenniveau im Jahre 2040. Auch er hat vermutlich Probleme, aber auf einer ganz anderen Ebene.



Ich habe, in jedem von mir besuchten Land, die Lebensfreude bei „Armen" als deutlich größer empfunden, als bei wohlhabenden Menschen. Ich habe natürlich auch glückliche „reiche" Personen getroffen, aber doch auffallend weniger. Geld kann wahrscheinlich etwas Sicherheit geben, aber es macht definitiv nicht glücklich! Viele Reisen helfen die Unterschiede besser zu verstehen und sie entsprechend einzuordnen, aber diesbezüglich lernt man sicherlich nie aus. Dieses Bild habe ich in einem chinesischen Bauerndorf aufgenommen. Es spiegelt die Zufriedenheit, sowie auch die Mittellosigkeit ganz gut wieder.



Links in der Navigationsleiste findet ihr einen interessanten Link zu diesem Thema: "Wie reich bin ich?". Ihr könnt dort wahlweise euer Jahresnettoeinkommen oder Vermögen eingeben, im Ergebnis seht ihr eure Position im weltweiten Vergleich. Ihr werdet überrascht sein, wie weit vorne ihr landet. Diese Funktion ist natürlich absolut anonym. ;-)
15.9.16 13:10


[erste Seite] [eine Seite zurück]  [eine Seite weiter]




Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung