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Shanxi-CN

Datong 大同 - Kulturreise in die Shanxi Provinz (01.05.2019 - 03.05.2019), Teil 2

Zwei berühmte Sehenswürdigkeiten, gaben mir letztlich den Ausschlag, weshalb ich überhaupt nach Datong gereist bin. Beide befinden sich im unmittelbaren Umkreis dieser Kohlestadt. Bereits am frühen Morgen machte ich mich auf den Weg zum Hengshan-Gebirge. Dort befindet sich, 65 Kilometer südlich von Datong, der hängende Tempel namens Xuankong Si.



Die errichtete Tempelanlage an der steilen Felswand, wurde 491 n. Chr. eingeweiht. Mit dem Buddhismus, Taoismus und Konfuzianismus vereint sie drei Religionen miteinander. Eine für China doch eher ungewöhnliche Konstellation.



Aufgrund meiner frühen Anreise, musste ich nicht lange anstehen. Aus der Vogelperspektive wird deutlich, dass es eine gute Idee war, sehr zeitig loszufahren. Neben der langen Warteschlange, ist auch zu sehen, in welch einer wunderschönen Natur sich dieser Tempel befindet.



Die Besichtigung war sehr gut organisiert und so durfte stets nur eine limitierte Anzahl an Besuchern durch das Gotteshaus schlängeln.



Es machte Spaß, in den kleinen Gängen zwischen den einzelnen Abschnitten der Anlage umherzustreifen. Teilweise war dies ein ziemlicher Balanceakt. Mehrmals beschlich mich der Gedanke, ob die Stützen damals wohl ordentlich angebracht wurden?! ;-)



Noch ein letzter Blick auf die grandiose Kulisse...



...und schon ging es weiter zum nächsten Highlight. Die Yungang-Grotten befinden sich sechszehn Kilometer westlich von Datong.



Die Grotten, samt ihren Figuren, wurden ca. 500 n.Chr. (Wei-Dynastie) aus dem Sandstein herausgearbeitet.



Es ist unvorstellbar, was es für eine mühevolle Arbeit gewesen sein muss, über 250 Grotten und Nischen zu erschaffen. Seit 2001 gehört die Anlage dem UNESCO-Welterbe an.



Besonders die riesigen Buddha-Figuren...



...haben mich nachhaltig beeindruckt. Sie wurden mit einfachsten Werkzeugen aus dem Gestein geschnitzt. So sind die Yungang-Grotten, bis zum heutigen Tag, ein Beweis für die herausragende Steinschnitzkunst des damaligen Chinas.



In direkter Nachbarschaft zu den Grotten befand sich der Ling Yan Tempel.



Ein kurzer Besuch, um ein paar hübsche Schnappschüsse zu machen,...



...lohnte sich auch hier.



Für mich hat sich die Reise nach Datong vollends ausgezahlt. Ich habe dort erneut großartige Eindrücke der vielseitigen chinesischen Kultur kennenlernen dürfen. :-)
14.5.19 01:58


Datong 大同 - Kulturreise in die Shanxi Provinz (01.05.2019 - 03.05.2019), Teil 1

Unmittelbar nach dem Verlassen des Bummelzugs, spürte ich, wie mir die katastrophale Luftqualität regelrecht den Atem abschnürte. Schon während der Zugfahrt, hatte ich die unzähligen Kohlekraftwerke wahrgenommen. Sie verteilten sich, links und rechts der Bahngleise, über die komplette Strecke hinweg. Neben den größtenteils bereits stillgelegten Kraftwerken, existieren aktuell in Nordchina immer noch zahlreiche aktive Dreckschleudern.



Ellenlange sieben Stunden nahm die Fahrt von Beijing nach Datong in Anspruch. Durchaus sportlich, nachdem ich bereits am frühen Morgen von Ningbo nach Beijing geflogen war.



Datong liegt im Norden der Provinz Shanxi. In der Kohlestadt leben etwa 1,5 Millionen Menschen und sie bietet, neben schlechter Luft, natürlich noch einiges mehr. Besonders für echte Kulturfreunde, zu denen ich mich definitiv zähle, ist es ein Erlebnis. Allerdings ist festzuhalten, dass es sich bei den Gebäuden im Stadtkern, zu über neunzig Prozent, um Kopien handelt. Die Innenstadt ist gespickt mit Nachbauten traditioneller chinesischer Gebäude. Witzigerweise wird dieser Bereich auch noch Altstadt genannt. Da ich mich auf die Reise etwas vorbereitet hatte, waren mir die Gegebenheiten selbstverständlich vorher bekannt. Nehmen wir dieses Bauwerk als ein Beispiel von vielen, es ist nicht älter als fünfzehn Jahre. ;-)



Selbst die hübsche Stadtmauer wurde erst kürzlich errichtet. :-)



Trotz der Tatsache, dass die meisten Einrichtungen nur wenig authentisch sind, eröffneten sich mir großartige Motive. :-)



Aber es gibt sie doch! Ein paar wenige Gebäude zwischen den Neubauten sind tatsächlich „echt“, sowie der anmutige Trommelturm inmitten des Stadtzentrums. Er stammt aus der Ming Dynastie (1368 bis 1662 n.Chr.).



Auch das buddhistische Huayan-Kloster hat eine lange Vergangenheit. Es wurde im Jahre 1038 n. Chr. erstmals eingeweiht und erst vor kurzem professionell renoviert.



Auf dem weitläufigen Gelände befindet sich neben mehreren historischen Gebäuden...



...eine aufwendig gestaltete Holzpagode.



Die verglaste Neun-Drachen-Wand von Datong gilt als älteste und größte ihrer Zunft. Sie wurde im Jahre 1392 n.Chr. errichtet. Sie ist etwa 45 Meter lang, 8 Meter hoch und 2 Meter dick. Die Wand diente einst als Blickschutz und sollte obendrein böse Geister abhalten.



Die sogenannte Yingbi, übersetzt Schattenmauer, ist ein Überbleibsel eines längst zerstörten Palastes. Drachen gelten in China als kaiserliches Symbol, die Zahl 9 hingegen steht für Langlebigkeit.



Datong alleine bot mir eigentlich nicht genug Anreiz, eine derart lange Anreise in Kauf zu nehmen. Im zweiten Teil werde ich über die beiden Hauptbeweggründe berichten, welche mich letztlich dazu bewogen haben überhaupt nach Datong zu reisen. :-)
7.5.19 03:15





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