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Tibet Plateau - Über drei Provinzen von Chengdu nach Lanzhou (17.08.2019 - 25.08.2019), Teil 4

Zum Abschluss meiner Reise besuchte ich die Hauptstadt der autonomen Provinz Gansu. Lanzhou wird vom weltbekannten Gelben Fluss durchzogen.



Lanzhou bot deutlich mehr, als ich es vorher erwartete. Das Denkmal der Mutter Huanghe (Mutter des Gelben Flusses) wies daraufhin, dass der mächtige Strom viele Generationen Chinesen ernährt hat. Das Ehrenmal befindet sich direkt am Flussufer.



Eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten von Lanzhou ist sicherlich die Zhongshan Eisenbrücke. Sie wurde 1909 komplett aus deutschem Stahl, fertiggestellt. Im Juni 1907 erreichten die ersten, in Deutschland vorgefertigten Teile, Lanzhou. Bei Tageslicht beeindruckte mich die Stahlkonstruktion nicht sonderlich. ;-)



Mit Einbruch der Dunkelheit änderte sich dies schlagartig. Mit einer Länge von 250 Metern und acht Metern Breite, war es die erste Brücke, welche den Gelben Fluss permanent überspannte.



Diese im chinesischen Stil hübsch beleuchteten Gebäude sind noch keine fünf Jahre alt. Für mich, als absoluter Kulturfreund waren sie somit weniger interessant. Alles in allem gab Lanzhou jedoch ein für mich sehr beeindruckendes Bild ab. :-)



Zum größten Teil besteht die Stadtbevölkerung aus Muslimen. Somit finden sich im Stadtgebiet einige Moscheen. Im Bild ist die fast schon für meine Begriffe etwas kitschig beleuchtete Xiguan Moschee zu sehen.



Lanzhou ist auch bekannt für seine überdimensional großen Wasserräder. An verschiedenen Stellen konnte ich sie entlang des Gelben Flusses bewundern.



Die würzigen Lanzhou Nudeln, waren für mich das kulinarische Highlight schlechthin. Bereits für einen Euro erhielt ich eine ordentliche Portion. :-)



Nicht nur mir schmeckten sie hervorragend, wie hier deutlich zu erkennen ist. Glücklicherweise bleibt Euch das Schlürfen und Schmatzen erspart. ;-)



Um die weiße Pagode besichtigen zu können, musste ich den Baitashan-Berg bezwingen. Dieses siebenstöckige Bauwerk wurde während der Yuan-Dynastie (1271–1368) erbaut.



Von hier bot sich mir auch ein bezaubernder Ausblick über Lanzhou.



Hier endete eine besondere Woche und ich flog von Lanzhou zurück nach Ningbo. Demnächst möchte ich Euch noch einige kuriose Schnappschüsse von dieser außergewöhnlichen Reise zeigen. ;-)
23.9.19 05:25


Tibet Plateau - Über drei Provinzen von Chengdu nach Lanzhou (17.08.2019 - 25.08.2019), Teil 2

Langmusi war der Hauptgrund meiner Reise in das tibetische Hochland. Seit Jahren war es ein Ziel von mir diese spezielle Ansiedlung zu besuchen. Um dieses Bergdorf erreichen zu können, musste ich allerdings eine weitere sechsstündige Busfahrt, von Songpan aus, auf mich nehmen. Die Ansiedlung lag auf über 3300 Metern, mittig geteilt durch die Grenze der Provinzen Sichuan und Gansu. Dies hat jedoch keinerlei Einfluss auf das tägliche Leben der Bewohner.



Ein Großteil der Einwohner von Langmusi sind Mönche. Überall im Dorf begegneten sie mir, zumeist in großen Scharen. :-)



Der Grund dafür liegt auf der Hand. In Langmusi befinden sich zwei berühmte Klöster. Auf der Seite der Sichuan Provinz besuchte sich das kleinere Kirti Kloster.



Dieses inspizierte ich natürlich ganz genau . ;-)



An prunkvollen Figuren zum tibetischen Buddhismus mangelte es definitiv nicht. :-)



Auf der gegenüberliegenden Seite des Dorfes, beeindruckte mich das Setri Kloster.



Sein riesiges Areal liegt bereits in der Provinz Gansu. Die Impressionen des Eingangsbereiches waren äußerst vielversprechend. ;-)



Stundenlang streifte ich...



...zwischen den imponierenden Prachtbauten umher.



Das faszinierende an Langmusi war, neben der grandiosen Lage, die unglaubliche Vielfältigkeit an Bauwerken. Neu- und Altbauten...



... wechselten sich mit zahlreichen religiösen Gebäuden immerzu ab.



Im Umland von Langmusi leben zahlreiche tibetische Familien in Wohnzelten.



Langmusi ist eines der höchstgelegenen Dörfer weltweit, welches ganzjährig bewohnt ist. Selbst jetzt im Sommer fielen die Temperaturen während der Nacht auf bis zu 5°. Ich mochte mir nicht vorstellen wie es sich dort im Winter anfühlen muss. Trotz der schwierigen Lebensumstände sind die Menschen unwahrscheinlich offen gegenüber Besuchern und waren immer zu einem Schnappschuss bereit. :-)



Es machte mir riesigen Spaß durch die Gassen zu streifen und um jede Ecke ein noch interessanteres Fotomotiv zu entdecken.



Die wunderschöne Bergwelt rundum Langmusi beeindruckte mich ebenfalls nachhaltig. Meine Wanderaktivitäten waren deshalb ziemlich ausgiebig.



Sehr früh am Morgen machte ich mich auf den Weg zu einem ziemlich unheimlichen Ort. Auf einem Bergplateau, hoch über Langmusi, führen die Einheimischen ihre berüchtigten Himmelsbestattungen durch.



Das dafür benötigte Werkzeug, mit welchem die Gliedmaßen der Verstorbenen abgehackt werden, steht dort allzeit bereit. :-)



Anschließend wird der Torso den Geiern überlassen. Diese lauern ständig auf einem nahegelegenen Bergkamm. ;-)



Sobald die Aasfresser ihre Arbeit beendet haben, werden die Reste im offenen Feuer verbrannt. Ausländern ist es strikt verboten an einer solchen Zeremonie teilzunehmen. So manche Überreste konnte ich dennoch einfangen, wie hier die Skelettknochen eines kompletten Armes inklusive Schulterblatt. :-)



Ebenso entdeckte ich einen menschlichen Unterkiefer im Gras. ;-)



Die tibetischen Buddhisten werden bekanntermaßen vom großen Dalai Lama geführt. Wenn auch aktuell unter schwierigen Bedingungen aus seinem Exil in Indien. Jede Glaubensgemeinschaft hat aber auch ihren lokalen Lama, eine Hierarchiestufe darunter. Auf dem folgenden Bild ist die Grabstätte eines ehemaligen Lama von Langmusi zu sehen.



Ganz sicher gehört Langmusi zu den interessantesten Orten, die ich jemals besucht habe. Im dritten Teil geht es dann weiter in die Qinghai Provinz. ;-)
9.9.19 03:57





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